Bei 300 ist Schluss – Große Veränderungen beim Saisonstart

im September 2020

In knapp zwei Wochen geht es für den Adendorfer EC wieder los. Am 04. Oktober mit einem Auswärts-Testspiel bei den Hamburg Sailors, sowie am 09. Oktober im “heißesten Kühlhaus des Nordens“ gegen den Oberligisten Rostock, wird Neu Coach Andris Bartkevics mit seinem Team in die Testphase zur neuen Saison starten. 1,5 Jahre Spielpause liegen dann hinter dem Adendorfer EC, der sich inzwischen freut, dass das Eis im Walter-Maack-Eisstadion zurzeit wieder gefriert und man kommende Woche mit dem Eistraining starten kann.



Doch der Neustart wird alles andere einfach für das Team, die Verantwortlichen und die Fans. Seit fast acht Monaten bestimmt das Corona Virus unser aller Leben und wenn man im Sommer noch dachte, dass bis zum Herbst alles erledigt sei, so müssen jetzt einige Planungen abgeändert werden. Beruhigend ist in erster Line, dass das Hygienekonzept der Adendorfer EC Eishockey-Betriebs UG als Verordnungskonform abgesegnet wurde und man vor Zuschauer starten darf. Allerdings gibt es auch hier große Beschränkungen und Veränderungen für die Fans, die genau wie der AEC in vielen Punkten Abstriche machen müssen und so sind zum Start erstmal lediglich 300 Zuschauer zu den Heimspielen zugelassen - und dies nur sitzend. Der Vorteil aber hier: nach dem Einnehmen des Sitzplatzes besteht keine Maskenpflicht.



„Unter 450 Zuschauer ist ein Spielbetrieb für uns wirtschaftlich nicht darstellbar“, hatte AEC Geschäftsführer Finn Sonntag in einem Sommerinterview mit der Landeszeitung noch gesagt. Auch heute steht Sonntag noch zu dieser Aussage, möchte (und kann) aber nicht ein weiteres Jahr auf leistungsbezogenes Eishockey in Adendorf verzichten. Aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen zu dem unpopulären Schritt entschlossen die Mindereinnahmen und Mehrausgaben zum Teil auf die Eintrittsgelder umzulegen und so die Ticketpreise einheitlich (keine ermäßigten Tickets) auf 15 Euro hochzuschrauben. „Wir haben im Prinzip nur drei Möglichkeiten. 1. wir spielen einfach nicht, 2. wir können im Frühjahr wegen Zahlungsunfähigkeit abmelden, oder 3. wir verteilen die Kosten auf die Zuschauer und die Gesellschaft. Ich denke da ist Punkt 3 allen das liebste Übel“, so Sonntag.



Es sind nicht nur die lediglich 300 zugelassen Zuschauer, welche Eishockey in der Corona-Saison fast zu einem Luxus-Gut machen. Unter anderem verursachen, neben den fehlenden Zuschauern, starke Mindereinnahmen beim Catering und große Kosten durch eine externe Security Firma, zur Überwachung der Corona Auflagen, für einen deutlich teureren Spielbetrieb. Einen staatlichen Zuschuss der Bundesregierung für Mindereinnahmen bei den Zuschauern, wie ihn andere in der Region ansässige Vereine erhalten, gibt es für den Adendorfer EC in der Regionalliga nicht. „Ich weiß, dies wird vielen weh tun, aber es ist die einzige Chance einen Spielbetrieb aufrecht zu halten. “, so Finn Sonntag, der aber auch Hoffnung macht: „die Preise sind für die Saison nicht fix und werden den Zuschauern angepasst.“ Was im Grunde bedeutet, steigen die zugelassenen Zuschauerzahlen, sinken die Eintrittspreise.



Zurzeit wird beim Adendorfer EC nicht davon ausgegangen, dass es eine Abendkasse geben wird. Es wird angestrebt die kompletten Eintrittskarten im Vorverkauf anzubieten. Dieser wird, auf Grund der Tatsache, dass sich Spiele wegen der Pandemie verschieben können, lediglich in der Woche vor dem jeweils stattfindenden Heimspiel, dienstags und donnerstags von 19 Uhr bis 20.30 Uhr, im AEC Service Center im Walter-Maack-Eisstadion angeboten. Einen online Verkauf oder eine Reservierungsmöglichkeit gibt es hier aus organisatorischen Gründen nicht. Als Eingang wird der Haupteingang des Walter-Maack-Eisstadion genutzt werden können. Auf Grund der schwer möglichen Kontaktverfolgung und Anwesenheitskontrolle bei Dauerkarteninhabern werden für diese Saison keine Dauerkarten angeboten.

An den Eintrittskarten befindet sich das vorgeschriebene Kontaktformular. Dieses muss vor dem Erscheinen zum Spiel wahrheitsgemäß und leserlich ausgefüllt werden. Der Ordnungsdienst behält dieses Formular beim Einlass ein und wird drei Wochen unter Beachtung der Datenschutz Richtlinien aufbewahrt. Das Abtrennen erfolgt ausschließlich nur durch das Ordnungspersonal.



Sollte ein Restkontingent an Eintrittskarten überbleiben, so sind diese an der Abendkasse an den Spieltagen erhältlich. Zur gesundheitlichen Sicherheit der Zuschauer wird der Aufenthalt im Walter-Maack-Eisstadion verkürzt. Einlass ist so frühstens 30 Minuten vor Spielbeginn.

Da das Walter-Maack-Eisstadion lediglich über 400 Sitzschalen verfügt und auf Grund des Mindestabstandes diese nicht alle belegt werden können, wird die Stehplatz Tribüne ebenfalls zum Sitzplatzbereich. Der Adendorfer EC empfiehlt sich hier eine Sitzunterlage mitzubringen und für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen die Sitzschalen freizuhalten. Das Stehen an den “Gittern“ hinter den Toren ist zurzeit noch nicht erlaubt.

„Ich weiß, dass das für uns alle harte Einschnitte sind. Aber wir sind zurzeit froh überhaupt spielen zu können und so hoffen wir, dass dies alles nur für diese Saison gilt und wir nach dem Motto: “Augen zu und durch“, trotzdem gemeinsam eine großartige Saison haben werden“, so AEC Geschäftsführer Finn Sonntag.



Das Kurz-Hygienekonzept ist hier angefügt.




© Fotos: Beispielfoto

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