"Filmriss" nach Discobesuch - Verdacht auf K.O. Tropfen im Getränk

von Polizei Lüneburg im Januar 2019

Zwei 21 Jahre alte Frauen haben bei der Polizei angezeigt, dass
sie den Verdacht haben, dass man ihnen K.O Tropfen verabreicht hat, während sie sich in einer Disco in der Straße Am Graalwall aufgehalten haben. Die betroffenen Frauen gaben an, dass sie keine Erinnerungen an den Zeitraum 27.01.19, 00.30 bis 08.00 Uhr haben.
Eine 23-Jährige zeigte bei der Polizei ebenfalls an, dass man ihr
K.O. Tropfen verabreicht hatte, während sie sich am 26.01.19, in der Zeit von 00.45 bis ca. 05.00 Uhr, in einer Disco in der
Scharnhorststraße aufgehalten hatte. Sie wurde aufgrund von
Benommenheit und mehrfachem Erbrechen mit einem Rettungswagen ins Klinikum gebracht. In diesem Fall kann die nicht unerhebliche Alkoholisierung der 23-Jährigen als Grund für die Symptome ausgeschlossen werden. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei
Lüneburg, Tel.: 04131/8306-2215, entgegen.

Die Polizei warnt: Vorsicht vor K.O.-Tropfen!

Besondere Vorsicht ist beim Feiern in Bars oder Diskotheken
geboten, denn immer häufiger werden Feiernden sogenannte K.O.-Tropfen ins Glas gemischt. Die Tropfen sind farb- und geruchlos und daher aus dem Getränk nicht herauszuschmecken. Schon zehn bis zwanzig Minuten
nach der (unbewussten) Einnahme empfinden Opfer Übelkeit, Schwindel und plötzliche Schläfrigkeit. Sexualtäter nutzen die Schwäche ihrer Opfer, um sie auszurauben oder zu vergewaltigen. Das Opfer wacht später auf und kann sich an nichts erinnern ("Filmriss").

Hat man den Verdacht K.O.-Tropfen verabreicht bekommen zu haben, sollte man schnellstens einen Arzt bzw. ein Krankenhaus aufsuchen. Die Tropfen können nur wenige Stunden nach dem Konsum im Urin oder im Blut nachgewiesen werden. Jede Anzeige hilft dabei Täter zu ermitteln und weitere Opfer zu schützen!

Mit den folgenden Tipps können Sie sich vor K.O.-Tropfen schützen:

- Getränke bei der Bedienung bestellen und nur selbst
entgegennehmen. - Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen. - Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen. - Wer nach draußen geht, zum Beispiel um zu rauchen, sollte ein angefangenes Getränk lieber austrinken als zurücklassen. - Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen. - Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen. - Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und verständigen das Personal.

Präventionsprojekte in Schulen, vorrangig 9./10. Klassen, werden von MADONNA, Tel.: 04131/35535 angeboten. Einzelberatungen finden nicht statt.


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