Eine Stadt voller Musik

von Christiane Bleumer im Mai 2015

Die Bigband des Lüneburger Johanneums begeisterte am Donnerstag die Zuhörer.

18. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ in Lüneburg

Der Lüneburger Marktplatz ist am Donnerstag, 28. Mai, um 18.00 Uhr Ort eines großen öffentlichen Konzertes.

Die Bedeutung der musikalischen Bildung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Davon sind Julia Wolf, Bundesbeauftrage "Schulen musizieren" , Präsident Prof. Dr. Ortwin Nimczik und Vizepräsidentin Evelyn Beißel vom Bundesverband Musikunterricht überzeugt. Auf der heutigen Pressekonferenz zum Start der 18. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ des Bundesverbands Musikunterricht e.V. (BMU) infomierten sie über das umfangreiche Programm, das die Lüneburger in den kommenden Tagen bis zum 31. Mai zu hören und natürlich auch zu sehen bekommen.

Erstmals ist die Hansestadt Lüneburg Gastgeber dieses musikalischen Großereignisses, das zeigt, was der Musikunterricht an Schulen leisten kann. "Die Begegnung, die seit 1981 alle zwei Jahre in einem anderen Bundesland stattfindet, ist eine Großaktion pro musikalische Bildung", betonte Ortwin Nimczik deshalb. Gleichzeitig seien die zahlreichen Konzerte ein Appell, der umfassenden musikalischen Bildung für Schüler aller Schulformen mehr Beachtung zu schenken, so der Präsident des Bundesverbandes weiter. Denn es werde angesichts veränderter Rahmenbedigungen und Lehrpläne in der Praxis zunehmend schwieriger, Chor- und Ensemblearbeit stattfinden zu lassen.

Umso faszinierender ist das, was sich nun in der Hansestadt abspielt. Einen ersten Eindruck gab es schon heute beim "Lüneburg-Tag" auf der großen Open-Air-Bühne auf dem Marktplatz. Schulensembles aus Lüneburg und der Region zeigten ihr Können. Heute abend findet dann das erste von vier Begegnungskonzerten mit vier Ensembles aus ganz Deutschland statt.

Insgesamt sind 18 aus dem gesamten Bundesgebiet anreisende Schulensembles sowie ein Ensemble aus dem diesjährigen Partnerland Estland zu Gast, das sind über 600 junge Musikerinnen und Musiker.

Die Ensembles wurden von ihrem jeweiligen Bundesland nach einer Vorauswahl auf regionaler und Landesebene als Repräsentanten zu dieser Bundesbegegnung entsandt. Zusammen mit den hiesigen Musikgruppen werden rund 1.000 Schülerinnen und Schüler die Hansestadt vier Tage lang mit zahlreichen Auftritten „unter Musik setzen“.

Es musizieren Ensembles verschiedener Schularten, Altersstufen und Genres, die auf der Basis eines durchgängigen, qualitativ hochwertigen Musikunterrichts an allgemeinbildenden Schulen entstehen konnten: So wird dem Publikum in beeindruckender Qualität und mit erfrischender jugendlicher Musizierfreude eine bunte Genre-Vielfalt dargeboten: Von der Musik des Mittelalters über klassische Chor- und Orchestermusik bis hin zu Popgesang, brasilianischer Trommelmusik und Bigband-Sound.

Die großen öffentlichen Begegnungskonzerte finden auch noch in der „VAMOS! Kulturhalle“ (29. Mai, 19:30 Uhr und 31. Mai, 12:30 Uhr) sowie in der St. Johannis-Kirche (30. Mai, 18:00 Uhr) statt. Zudem treten die Ensembles in der Konzertmuschel im Kurpark, im Krone-Biergarten, in der Ritterakademie, der Musikschule, aber auch in Seniorenpflegeheimen auf. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Das komplette Programm gibt es zum Download unter www.bmu-musik.de
Finanziell unterstützt wird das Festival zudem von der Niedersächsischen und Lüneburger Sparkassenstiftung sowie den VGH Versicherungen.

Jürgen Landmann, Kulturreferent der Hansestadt Lüneburg, Julia Wolf, Bundesbeauftragte "Schulen musizieren" , Präsident Prof. Dr. Ortwin Nimczik und Vizepräsidentin Evelyn Beißel vom Bundesverband Musikunterricht freuen sich auf ereignisreiche Tage.


© Fotos: Bleumer/Machel

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