Heinrich-Heine-Stipendium: Karosh Taha und Matthias Nawrat lesen

Heinrich-Heine-Haus

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Dienstag, 19.03.2019 - 19:30 Uhr bis 21:15 Uhr


Beschreibung:

Tandem-Lesung
Moderation: Martina Sulner

Die aktuelle Heinrich-Heine-Stipendiatin Karosh Taha ist von Mitte Januar bis Mitte April in Lüneburg. Sie liest zusammen mit Matthias Nawrat, der 2013 Heine-Stipendiat war.

Karosh Taha, 1987 in der Kleinstadt Zaxo im Nordirak geboren, lebt seit 1997 mit ihrer Familie im Ruhrgebiet. Sie hat an der Universität Duisburg-Essen sowie in Kansas/USA Anglistik und Geschichte auf Gymnasiallehramt studiert und unterrichtet heute an einer Essener Schule. Im Frühjahr 2018 ist bei DuMont ihr Debütroman "Beschreibung einer Krabbenwanderung" erschienen. Das Buch wurde vielfach besprochen und gelobt.

Sanaa ist zweiundzwanzig. Sie studiert, hat einen Freund und einen Liebhaber, und sie hat Träume. Alles könnte gut sein, wäre da nicht die Realität, die sie immer wieder kneift, während sie träumt – kneift wie die Krabbe damals im Irak, als sie im Fluss badete. Sanaas Mutter Asija, leidet unter Depressionen. Ihr Vater Nasser hat sich von seiner Familie entfremdet. Ihre Schwester Helin ist wütend, orientierungslos. Ihre Tante Khalida sitzt Tag für Tag Tabak rauchend auf dem Sofa der Familie und wacht über alles. Sanaa rebelliert gegen die Enge ihres Umfelds, doch sie kann der Verantwortung für ihre Familie nicht entfliehen. Also kümmert sie sich und versucht ihrer aller Wunden zu heilen. Bis plötzlich alles, was sie sich an Freiheit erkämpft hat, auf dem Spiel steht.

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, siedelte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg um. Er studierte in Freiburg und Heidelberg Biologie, danach am Schweizer Literaturinstitut in Biel. Für seinen Debütroman „Wir zwei allein“ (2012) erhielt er u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, sein Roman „Unternehmer“ (2014), für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde u.a. mit dem Kelag-Preis und dem Bayern 2-Wortspiele-Preis ausgezeichnet. „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ (2015), sein dritter Roman, brachte ihm u.a. die Alfred Döblin-Medaille ein. Matthias Nawrat lebt in Berlin. Sein aktuelles Buch „Der traurige Gast“ stand im Januar 2019 auf Platz 6 der SWR-Bestenliste.

Es ist der Winter des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Mann ohne Namen beobachtet seine prekäre Nachbarschaft mit wachsender Beunruhigung. Über Gespräche und Begegnungen, den Blick in die eigene Biografie wie auf vergangene Lebensgeschichten, sucht er Antworten auf die Frage nach dem Wesen des Menschen, dem Leben, dem Tod.

Eintritt: 9 € / 7 € erm.
Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Haus
Veranstalter: Literaturbüro Lüneburg, Literarische Gesellschaft



Kategorien:

Lesungen


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