Lüneburg, am Dienstag den 31.01.2023

Heizen ist teuer — auch für die Stadt

von Carlo Eggeling am 23.01.2023


Wie auch die Bürger wird die Stadt Lüneburg tiefer in die Tasche greifen müssen, um ihre Kosten für Heizung und Energie zu begleichen. "Die Energiekosten sind durch die verschiedenen Einflüsse von 2020 auf das Jahr 2022 (nach jetzigem Abrechnungsstand) um rund 65 % angestiegen", heißt es aus dem Rathaus von Sprecherin Ann-Kristin Jenckel. "Der Kostensprung auf das Jahr 2023 wird nochmal erheblich sein. Gerechnet wird mit mehr als einer Verdoppelung." Die Stadt bewirtschafte mehr als 220 Gebäude. Die Zahl steige durch mehr Häuser sowie durch An- und Ausbauten, die beispielsweise Kitas und Schulen nutzen.

Auf eine Anfrage antwortet die Stadt mit einem Rückblick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre: "Während 2020 Corona-bedingt die Energieverbräuche schwankten durch Einrichtungsschließungen oder auf Hochbetrieb laufende Lüftungsanlagen und das intensive Fensterlüften, werden seit 2021 konstante Kostensteigerungen verzeichnet durch die erhöhte Nachfrage nach Energie am Weltmarkt und gleichzeitig den angekündigten Lieferengpässen."

In Zahlen liest sich das so: "Im Haushalt 2022 wurden noch 1,5 Millionen Euro für Strom und 3 Millionen Euro für Heizenergie veranschlagt. Die tatsächlichen Energiekosten liegen nach jetzigem Stand für 2022 unter diesen Erwartungen. Dies liegt zum einen an dem Bundesbeschluss, sodass für manche Gebäude bereits die Dezemberabschläge entfielen. Es liegt aber in Teilen auch daran, dass zur Zeit noch nicht alle Jahresschlussrechnungen vorliegen."

Doch im laufenden Jahr dürften die Ausgaben kräftig steigen: "Die Kosteneinschätzung für das Jahr 2023 werden deutlich höher erwartet und daher wurden auch die Haushaltsansätze angepasst für das Jahr 2023 auf 2,4 Millionen Euro für Strom und 7,9 Millionen Euro für Heizenergie. Die Auswirkung der Gas- und Strompreisbremse für die städtischen Gebäude umfasst für 2023 schätzungsweise insgesamt 5,1 Mio. Euro. Ansonsten wäre der Haushaltsansatz für 2023 noch höher ausgefallen."

Ø Der bislang relativ milde Winter führe eben auch dazu, dass man weniger heizen müsse. Überdies sollen Mitarbeiter nicht zu sehr am Thermostaten drehen. Ann-Kristin Jenckel: "In den Verwaltungsgebäude werden die Temperaturen auf maximal 19 Grad begrenzt. Die Beleuchtung in den Gebäuden ist ohnehin schon auf energiesparende Leuchtmittel umgestellt. Zusätzlich sind in den Fluren und Nebenräumen in der Regel Präsenzmelder verbaut. Die Wasserspiele in der Stadt wurden bereits früher im Jahr in den Winterschlaf geschickt und die dekorative Fassadenbeleuchtung städtischer Gebäude reduziert. Für die Schulen und Kitas wird auf Informationen zum energiesparenden Verhalten gesetzt und dort wo große Sanierungsmaßnahmen oder Umbauten anstehen, erfolgen auch energetische Verbesserungen. Doch wir wollen die Kinder und Jugendlichen nach den Anstrengungen der Coronapandemie nicht den nächsten Einschränkungen in den Schul- und Kitagebäuden aussetzen. Daher sind die Raumtemperaturen dort weiterhin auf zwischen 20-22 Grad eingestellt." Carlo Eggeling

© Fotos: ca


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