Lüneburg, am Freitag den 19.07.2024

Stövchen bittet um Spenden

von Diakonieverband am 05.07.2024


Ein Stövchen gegen Einsamkeit
Ein Stövchen bietet Wärme, und das Stövchen in der Lüneburger Innenstadt bietet Kontakte
und Beratung an sechs Tagen in der Woche. Die anerkannte psychosoziale Kontakt- und Bera-
tungsstelle ist seit Jahrzehnten Anlaufpunkt für ganz unterschiedliche Menschen: Psychisch er-
krankte, psychiatrieerfahrene Menschen, Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen sowie
für ihre Angehörigen und FreundInnen. Menschen, die sich einsam fühlen und Kontakte knüp-
fen möchten, können an zahlreichen Gruppenangeboten des Stövchens teilnehmen, um sich
mit anderen Menschen auszutauschen. Im offenen Cafebetrieb finden Besucher immer Jeman-
den zum Klönen oder für eine Runde Schach. Zeitungen liegen aus, das Internet kann genutzt
werden. Wer das Stövchen besucht, kommt freiwillig und kann anonym bleiben. Das Hilfsange-
bot umfasst unter anderem Einzel- und Gruppengespräche, die Klärung der Lebenssituation so-
wie die Entwicklung von Zielen und Zukunftsperspektiven.
Um diese vielfältige Angebotsstruktur, von der Betroffene nachweislich profitieren, aufrecht er-
halten zu können, benötigt das Stövchen finanzielle Unterstützung. Zwar zählen die Bode- Stif-
tung, die Hansestadt, Land- und Kirchenkreis Lüneburg sowie punktuell auch das Land Nieder-
sachsen zu den ständigen Förderern, doch können diese die aktuelle Steigerung der Betriebs-
kosten- dazu zählen die erhöhten Lebensmittel-, Energie- und Personalkosten- nicht auffangen.
Daher freut sich das Stövchen über Spenden in jeder Größenordnung. Um die Stövchen-Ange-
bote jedoch mittel- und langfristig verbindlich in den Wochenplan integrieren zu können, werden
Partner gesucht, die das Stövchen langfristig in Form von Jahrespatenschaften unterstützen.
Z.B. sind 4.500,- € jährlich erforderlich, um das Frühstücksangebot am Freitag aufrecht zu er-
halten. Spenden können klassisch per Überweisung als auch online getätigt werden:
Weitere Informationen zu den Patenschaften:
Kontakt: doerthe.grimm@lebensraum-diakonie.de
Telefon 04131 2072-86

Hintergrund zum Stövchen
Die Reform der psychiatrischen Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland ab 1975 hatte vorrangig zum Ziel,
psychisch erkrankte Menschen wohnortnah zu behandeln, zu betreuen und zu begleiten. Psychische Krankheiten
sollten keinen Anlass zur Ausgrenzung und Stigmatisierung geben. Das Stövchen wurde 1983 vor diesem Hinter-
grund gegründet. Durch Kontakt und Beschäftigungsangebote trägt das Stövchen seither zur Prävention und Integra-
tion von Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen bei.
Die Einrichtung hat sich als Teil des Netzwerks psychosozialer Hilfen im sozial psychiatrischen Verbund des Land-
kreises Lüneburg fest etabliert. Das Stövchen versteht sich als offene Anlaufstelle für psychisch erkrankte und in Kri-
sen geratene Bürgerinnen und Bürger mit sehr unterschiedlichen Hilfebedarf in ganz unterschiedlichen Lebenssitua-
tion. Bürgerinnen und Bürger, die Tages und Freizeit strukturierende Angebote benötigen und Beratung suchen,
kommen hierher. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Umstand, dass die offenen Angebote des Stövchens ohne
bürokratische Hürden zugänglich sind. Es gibt keine Aufnahmekriterien, keine Platzbegrenzung, keine Anwesenheits-
pflicht. Die Bedeutung einer niedrigen Zugangsschwelle zu lebensnahen Hilfen ist für die Inanspruchnahme durch
psychisch Kranke essentiell.
Die Kontaktstelle fördert die Auseinandersetzung mit der eigenen psychischen Erkrankung und eine Kontaktauf-
nahme mit Menschen, die ähnliches erlebt und erfahren haben. Dadurch bietet sich die Möglichkeit viel über sich
selbst zu erfahren, eigene Fähigkeiten und verloren Gegangen ist, wieder neu zu entdecken und auszuprobieren.
Das Stövchen bietet psychisch kranken Hilfe zur Alltagsbewältigung. Es vermittelt Unterstützung in Krisen, hilft gege-
benenfalls Krankenhauseinweisungen zu vermeiden bzw. zu verkürzen und die Lebensqualität zu erhöhen. Es leistet
einen konkreten Beitrag zu einem Leben außerhalb der Klinik.

© Fotos: Diakonieverband


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