Pläne für neue Sportanlage für den Lüneburger Fußball konkretisieren sich

von Hansestadt Lüneburg im Oktober 2018

Pläne für neue Sportanlage für den Lüneburger Fußball konkretisieren sich

(sp) Lüneburg. Welche Möglichkeiten gibt es, den Fußball in der Hansestadt Lüneburg künftig noch mehr zu fördern? Um diese Frage ging es in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses am Freitag, 19. Oktober 2018, im Lüneburger Rathaus. Denn derzeit gibt es im gesamten Stadtgebiet keine Sportanlage für die Fußballer, die gemäß den Statuten des DFB für einen Spielbetrieb der 4. Liga ausgebaut ist. Das soll sich möglichst bald ändern, so der gemeinsame Wunsch von Vereinen, Verwaltung und Politik. Oberbürgermeister Ulrich Mädge: "Wir suchen hier dringend nach einer Lösung, die praktikabel, bezahlbar und zeitnah umzusetzen ist."
Ursprünglich angedacht als neue Heimat für die Fußballer des Lüneburger SK Hansa (LSK) war der Neubau einer Sportanlage auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne. Dafür seien bereits 1,5 Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2021 eingeplant worden, erläuterte Britta Herrschaft, Sportreferentin der Stadt im Ausschuss. "Dieser Standort wird aber - so wie es im Moment aussieht - in absehbarer Zeit, also in den nächsten fünf bis zehn Jahren, nicht zur Verfügung stehen."
Es gebe daher nun konkrete Überlegungen, stattdessen die Sportanlage des VfL am Sültenweg zu ertüchtigen, mit Tribünen und Lärmschutzmaßnahmen auszustatten und so für die Regionalliga fit zu machen. "Beide Vereine, der LSK und der VfL, sind mit diesem Vorschlag im Mai 2018 auf uns zugekommen", so Herrschaft. Die Stadt habe daraufhin mit dem VfL als Pächter der Anlage gesprochen und die Bedingungen für eine solche Lösung deutlich gemacht: "Voraussetzung ist, dass sich der VfL und der LSK auf eine langfristige Zusammenarbeit einigen können", betonte die Sportreferentin. Sollte es eine solche Einigung geben und die Lösung auch von der Politik gewünscht sein, könnte die Verwaltung prüfen, ob sich die für 2021 im Haushalt eingeplanten Mittel vorziehen lassen, damit die Ertüchtigung am Sültenweg schneller beginnen kann.
Um Anwohner im Falle eines Ausbaus besser vor Lärm zu schützen, sind mehrere Maßnahmen geplant - unter anderem geschlossene Tribünenanlagen als Lärmschutz sowie die Regulierung der Lautsprecheranlage.
Angedacht ist auch, den zu den Sülzwiesen hin gelegenen sogenannten B-Platz der Sportanlage am Sültenweg auszubauen. Dieser befindet sich weiter vom Wohngebiet entfernt und bietet zudem die Möglichkeit, einen Zugang über die Sülzwiesen für Besucher zu schaffen. Das hätte auch für den An- und Abreise-Verkehr sowie die Parksituation Vorteile.
Bei den Ausschussmitgliedern stieß der Vorschlag auf überwiegend positive Resonanz. Man wolle den Fußball in Lüneburg voranbringen, betonte Philipp Meyn (SPD). "Das hier ist nicht die große Lösung, aber eine realistische, passgenaue Lösung." Ähnlich sah das Frank Soldan (FDP): "Wir investieren damit nicht nur in die Vereine, sondern auch in die Zukunft unserer Stadt." Auch der Ausschussvorsitzende Phillip Morgenstern (CDU) sprach sich für die Sportanlage am Sültenweg aus. "Jetzt liegt der Ball bei den Vereinen, deren Einigung ist die wichtigste Voraussetzung."
Ob der Umbau der Sportanlage am Sültenweg unter Umständen mit Bundesmitteln gefördert werden kann, wird bereits geprüft. "Wir haben uns mit dem Projekt beim Bundesförderprogramm Sanierung von kommunalen Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur beworben", erläuterte Sportreferentin Herrschaft. Über den Förderantrag wird voraussichtlich Ende Oktober entschieden.


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