Lüneburg, am Freitag den 10.04.2026

70 Millionen Euro für Eltern-Kind-Zentrum

von Carlo Eggeling am 10.04.2026


Die Weichen hat Lüneburg vor Jahrzehnten gestellt -- Ausbau des Klinikums, um die medizinische Versorgung der Region zu verbessern und zu sichern. Jetzt setzt der städtische Konzern einen weiteren Block in das Konzept, im Wortsinne. Für knapp 70 Millionen Euro entsteht zwischen Bögelstraße und Oedemer Weg das Eltern-Kind-Zentrum. Beim Richtfest nach knapp einem Jahr Bauzeit freuten sich viele über den Erfolg und ein Stück Zukunft.

Auf fünf Ebenen entstehen die Kinder- und Jugendambulanz, die Entbindungsstation mit dann sieben statt vier Kreißsälen, dazu einer Abteilung für sehr frühe Frühchen, auch Geburtshilfe und Gynäkologie bekommen neue Räume. Für Eltern sollen Zimmer hinzukommen, um ihre Kinder zu begleiten. Die Chefärzte Dr. Philipp Deindl für die Kinder- und Jugendmedizin und Prof. Dr. Peter Dall für die Frauenklinik loben die bessere Anbindung ans Klinikum und das neue Konzept, das effizientere Abläufe erlaube. Für Patienten, Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal sei der Bau ein Gewinn.

Auch der Ausbau der Pathologie diene den Patienten, durch die schnelle Analyse von Gewebeproben könnten Mediziner schnell reagieren. Stichwort Tumor.

Der Rohbau steht, nun geht es darum, das Dach abzudichten, Versorgungs- und Entsorgungsleitungen zu ziehen, die Energieversorgung sicherzustellen. Bauleiter Ralph Wirth, bei der Gesundheitsholding zuständig für Bauen und Technik, sagt: "Es bewegt sich alles im Zeitplan, und es liegt auch bislang alles im Finanzrahmen.“ Ob das so bleibe, sei offen: "Sie brauchen nur ein Unternehmen, das in die Insolvenz geht, dann hakt alles." Die anderen Gewerke könnten nicht wie geplant arbeiten, Kosten würden steigen.
Pleiten gehörten in der Baubranche zum Alltag. Läuft alles gut, soll das Zentrum 2030 in Betrieb gehen.

Geschäftsführer Dr. Michael Moormann betonte, das Klinikum habe sich "in den vergangenen dreißig Jahren hervorragend entwickelt". Seit Jahrzehnten werde das Haus modernisiert und erweitert. Der Komplex sei wichtig für die Region -- über Stadt und Kreis hinaus. Er dankte Stadt, Landkreis und Land für die Investitionen. So stellten Stadt und Kreis für das Projekt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Gleichwohl habe das Haus zu kämpfen, denn was die öffentliche Hand für Investitionen bereitstelle, reiche eigentlich nicht aus.

Grußworte sprach Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, sie lobte den Ausbau des Hauses und das Engagement der Mitarbeiter sowie der am Bau beteiligten Unternehmen. Carlo Eggeling

Die Fotos zeigen das Richtfest, die Rede hält Dr. Michael Moormann, die Chefärzte Prof. Dr. Peter Dall und Dr. Philipp Deindl im Gespräch.

© Fotos: ca


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