Antifaschistische Pasta als Festessen
von Carlo Eggeling am 08.05.2026Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, zwölf Jahre des Terrorregimes unter Adolf Hitler endeten. Die Deutsche Wehrmacht kapitulierte bedingungslos vor der Rote Armee der Sowjetunion und den Westalliierten. Der von Deutschland entfachte Zweite Weltkrieg brach krachend zusammen. Ein Tag des Erinnerns. Und für rund 50 Lüneburger ein Tag zum Feiern. In diesem Jahr allerdings ohne Kundgebung, dafür mit Musik und Reden auf dem Hof des Gewerkschaftshauses an der Heiligengeiststraße.
Passend dazu gab es Pastasciutta Antifascista. Damit knüpften die Gewerkschafter und Genossen verschiedener Organisationen wie VVN und Geschichtswerkstatt an eine Tradition an, die auf die Familie Cervi aus der Emilia-Romagna zurückgeht. Nach dem Sturz des italienischen Faschisten-Führers und Staatschefs Mussolinis am 25. Juli 1943 hoffte die Familie auf den Zusammenbruch des Faschismus. Im Dorf gab es reichlich Nudeln, also Pasta -- ein kulinarisches Symbol des Widerstands gegen Faschismus und Rassismus.
Für die Musik zeichnete Sebastian Stierl verantwortlich, Arbeiterlieder, Songs gegen den Krieg und für die internationale Solidarität. Fehlen durfte dabei natürlich nicht die Hymne "Bella Ciao":
Partisanen, kommt nehmt mich mit euch,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
Partisanen, kommt nehmt mich mit euch,
denn ich fühl' der Tod ist nah.
Wenn ich sterbe, o ihr Genossen,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
bringt als tapferen Partisanen
mich sodann zu letzten Ruh'.
Das Bild zeigt Koch Ernst Bögershausen, Dr. Matthias Richter-Steinke vom DGB und Peter Asmussen von der VVN. Carlo Eggeling
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