Lüneburg, am Samstag den 14.03.2026

Auch Dachau wird SVG am Sonntag nichts schenken

von SVG Lüneburg am 13.03.2026


Erfolg muss manchmal ganz schön hart erarbeitet werden. Nach einem Tiebreak-Sieg im Hinspiel (148 Minuten) benötigte der nächste internationale Gegner der SVG noch weitere 136 Minuten im zweiten Duell, um den Einzug ins Halbfinale des CEV Cups perfekt zu machen. VC Greenyard Maaseik heißt nun die nächste Hürde für die LüneHünen - zunächst auswärts. Der genaue Termin steht inzwischen auch fest: 25. März, 20.30 Uhr. Da werden sich sicher wieder viele Fans aufmachen, um ihr Team in der 480 Kilometer entfernten „Steengoed Arena“ (2600 Plätze) zu unterstützen. Und am 2. April, 19 Uhr, kommt Maaseik dann an die Ilmenau.

Im CEV Cup zuerst nach
Maaseik am 25. März

Die Belgier schlugen vor 2400 Zuschauern Galatasaray Istanbul mit 3:1 (21:25, 25:14, 25:12, 37:35), wobei allein der dramatische vierte, entscheidende Satz 49 Minuten dauerte. Aber auch für die SVG war das Weiterkommen beschwerlich, Poitiers leistete bei der 1:3-Niederlage heftigen Widerstand. Verbunden mit der Fahrt nach West-Frankreich war das Bundesligaspiel in Freiburg, sechs Tage lang waren die LüneHünen somit fern der Heimat, wobei die Rückfahrt per Bus dann satte 17 Stunden dauerte. Nach dem freien Donnerstag standen dann am Freitag die nächsten zwei Trainingseinheiten an.

Denn auch vom nächsten Gegner in der Liga wird ihnen nichts geschenkt werden. Am Sonntag (16.30 Uhr) gastiert der ASV Dachau in der LKH Arena. Der ist zwar als Tabellen-12. nur krasser Außenseiter, überrascht aber gerade gegen die Topteams immer wieder mit Tiebreak-Matches. So auch am vergangenen Wochenende beim 2:3 gegen Giesen. Zuvor war ihnen das gegen Berlin und Friedrichshafen sowie sogar zweimal gegen Düren gelungen. Nun ist der Ansporn, auch gegen den Pokalsieger zu überraschen, denn die SVG ist der einzige Gegner, gegen den die Oberbayern noch nie punkten konnten.

Ohnehin können die Gäste befreit aufspielen. Sie stehen in der Tabelle jenseits von Gut und Böse, haben sich zur Vorsaison um einige Punkte verbessert, werden in wenigen Wochen aber auch ihren Trainer Patrick Steuerwald – und oft auch in der Organisation fast Alleinunterhalter – nach fünf Jahren verlieren. Der 40-Jährige übernimmt im Sommer die Barock Volleys Ludwigsburg. Dachaus interessantester Spieler ist Diagonalangreifer Marius Büchi. Der 25-Jährige, im letzten Sommer vom Zweitligisten Kriftel gekommen, schlug ein wie ein Blitz und führt mit großem Abstand die Rangliste der Topscorer an. Im Hinspiel (3:0) hatte ihn die SVG gut unter Kontrolle (13 Punkte).

Hinspiel gegen Dachau
war ein Asse-Festival

Dieses Hinspiel war der Abend des Jesse Elser. Der Kapitän der LüneHünen kam damals auf 20 Punkte und zog dabei satte sieben Asse aus dem Ärmel. Nach einer längeren Verletzungspause ist er nun wieder fit und könnte beim Gegner erneut für Angst und Schrecken sorgen. Möglich auch, dass Mittelblocker Shane Holdaway seine Heimpremiere feiert, nachdem er in Poitiers erfolgreich sein Saisondebüt gegeben und eine monatelange Leidenszeit beendet hat. Und wenn auch der zuletzt fehlende Joscha Kunstmann sich wieder fit melden würde, stünde erstmals überhaupt der komplette Kader zur Verfügung.

Zumindest im Hinterkopf herumspuken wird den LüneHünen nun aber schon das Halbfinale im CEV Cup. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit dem finnischen Nationalmannschaftskapitän Antti Ronkainen. Der inzwischen 29-Jährige war 2019/20 bei den LüneHünen, ging dann in die Schweiz, kehrte 2022 in die Bundesliga, zu den Berlin Volleys, zurück, zog nach einem Jahr weiter nach Frankreich und Anfang dieser Saison nun nach Belgien. Bekannt ist auch sein Landsmann Niklas Breilin, der Libero kam ebenfalls im letzten Sommer nach zwei Jahren in Hildesheim.

Für Chefcoach Stefan Hübner wird das Hinspiel eine Reise in die Vergangenheit. Bei Noliko Maaseik, so hieß der Club bis 2018 noch, schnupperte er nach Beendigung seiner Karriere in sein heutiges Betätigungsfeld hinein, wurde in der Saison 2012/13 Co-Trainer in der nur circa 26.000 Einwohner zählenden Kleinstadt in Flandern, 87 Kilometer westlich von Düsseldorf, bevor er den Zweitligisten Solingen und dann die SVG übernahm. Maaseiks heutiger Namenszusatz „Greenyard“ stammt vom Namenssponsor, einer belgischen Unternehmesgruppe in Flandern, die einer der weltweit größten Lieferanten von Obst und Gemüse ist.

Ausführlicher stellen wird den Gegner hier demnächst vor. Sicher ist: die Aufgabe wird schwer. Dass in Belgien guter Volleyball gespielt wird, zeigt allein die laufende Saison. In allen drei Europacup-Wettbewerben kamen Teams aus dem Nachbarland weit. Roeselare wurde in der Champions League Pool-Zweiter und schied erst jetzt in der Qualifikation zum Viertelfinale aus, Lindemans Aalst steht im Finale des Challenge Cups. Und von den Qualitäten des Nationalteams konnten sich die Lüneburger im vergangenen Sommer in zwei Test-Länderspielen überzeugen. Bei der anschließenden WM war erst im Viertelfinale gegen den alten und neuen Weltmeister Italien Endstation.
(hre)


Rund ums Spiel

Tickets: Das Spiel ist fast ausverkauft. Im Ticket-Onlineshop gibt es noch wenige Stehplätze. Seid schnell, wenn ihr dabei sein wollt!

Autogrammstunde: Nach dem Spiel erfüllen Joscha Kunstmann und Joris Backhaus Autogramm- und Selfie-Wünsche der Fans im Unterrang (hinter dem Lüneblock).

Spieltagsflyer: Am Spieltag findet ihr im digitalen Spieltagsheft "Crunchtime" wieder alle Infos rund ums Spiel - diesmal mit einem Porträt von Jesse Elser. Schaut also gern am Sonntag in der Rubrik "Spieltagsflyer & Saisonheft" der SVG-Website oder in der SVG-App vorbei. Dort findet ihr übrigens auch die bisherigen Ausgaben.

© Fotos: SVG Lüneburg


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