Auch Heiko Meyer will Oberbürgermeister werden
von Carlo Eggeling am 27.03.2026Heiko Meyer gibt sich pragmatisch: Mit einem Lastenrad als Wahlkampfstand kommt er auf den Markt geradelt. Ein paar Handgriffe und er steht unter einem Sonnenschirm, mit Handzetteln und kleinen Werbegeschenken. "Heiko Meyer -- Ihr Oberbürgermeisterkandidat" lautet die Botschaft. Rund 30 Freunde und Unterstützer sind gekommen, ihnen gefällt, wie der 57-Jährige auftritt: parteiunabhängig, gestalten und verwalten, aber immer pragmatisch. Mit dem Auftritt am Freitagvormittag dürfte das Feld der Kandidaten weitgehend komplett sein.
Meyer setzt wie beim vergangenen Mal 2021 auf den Slogan "Sie kennen mich!" Damit hat er recht. Als Vorsitzender der Handelsvereinigung LCM ist er seit zwei Jahrzehnten überall präsent, und das auch medienwirksam. Er zählt zu den prominentesten Gesichtern der Stadt.
Seine Ziele sind klar: mehr Sicherheit, mit Hausbesitzern sprechen, um den Leerstand in den Geschäften zu senken und um über Geschäften Wohnungen zu schaffen. Beim Verkehr steht für ihn fest, es muss ausreichend Stellplätze geben, dabei müsse man auch über ein Park-and-Ride-System sprechen. Kritik übt er an den vielen Baustellen, so sind Bleckeder und Dahlenburger Landstraße dicht, an der Soltauer Straße geht nichts, weil die Bahnbrücke erneuert wird: "So geht das nicht. Wir brauchen eine bessere Koordination." Mehrfach fällt der Satz: "Wir müssen mehr reden." Was nahelegt, dass er eben das bei der jetzigen Amtsinhaberin vermisst. Er setze darauf, dass er für die Bürger ansprechbar ist und sich dann konkret und zügig um Lösungen der Probleme kümmern wolle.
Meyer kann zwar keine Verwaltungserfahrung aufweisen, doch er macht klar, dass er sich zwanzig Jahre für den Handel einsetzt, daher in Ausschüssen und Gremien die Stimme erhebt. Zudem saß er Jahre ohne Parteibuch für die SPD im Rat und wisse auch daher, wie er Wege durch und in die Verwaltung finde.
Wie auch vor fünf Jahren setzt Meyer, der sich mit seiner Familie auf dem Markt präsentierte, auf einen engen Kreis von Unterstützern in seinem Wahlkampf. Er und sein Team waren damals ziemlich erfolgreich. Meyer schaffte es in die Stichwahl, er unterlag zwar, erreichte aber mit knapp 45 Prozent der Stimmen ein beachtliches Ergebnis. Er ließ die Kandidatinnen von SPD und CDU hinter sich.
Neben Meyer treten an: Claudia Kalisch für die Grünen, Patrick Pietruck für die CDU, Oliver Wozinok für die SPD, Frank Soldan für die FDP, Thorben Peters für die Linke, Michèl Pauly für Volt. Carlo Eggeling
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