Lüneburg, am Samstag den 31.01.2026

Bildungspakt 2040: ein Signal für die Zukunft der Lüneburger Bildungslandschaft

von Hansestadt Lüneburg am 30.01.2026


Hansestadt Lüneburg. Die Verwaltung hat dem Rat der Hansestadt einen Grundsatzbeschluss als Bildungspakt vorgeschlagen. Dieser Pakt von Politik und Verwaltung soll ein deutliches Signal an Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schüler senden. Die Botschaft: Bildung hat in Lüneburg einen besonderen Stellwert.



Der Pakt soll die Modernisierung und den bedarfsgerechten Ausbau von Schulen und Kitas langfristig sichern. Der Verwaltung dient er als politischer Auftrag für eine entsprechende Planung, Priorisierung und Sicherstellung notwendiger Ressourcen.



In einer gemeinsamen Sitzung haben am Mittwoch, 28. Januar, der Schul-, der Bau- und der Finanzausschuss der Hansestadt über die Vorlage beraten. Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch machte zu Beginn der Debatte deutlich, warum es einen Bildungspakt braucht: „Vor allem im Schulbau gibt es gravierende Investitionsrückstände. Der Bildungspakt soll gewährleisten, dass die Bildungslandschaft nicht nur bedarfsgerecht, sondern auch wirtschaftlich ausgebaut wird: weg vom isolierten Projektdenken, hin zur Systemsteuerung mit dynamischen Masterplänen.“ Grundlage soll eine datenbasierte Schulentwicklungsplanung sein. Vorhaben sollen auf dieser Basis nach transparenten Kriterien priorisiert werden.



Die Verwaltung schlägt zudem vor, einige Projekte vorzuziehen. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die nicht auf die Ergebnisse der Schulentwicklungsplanung warten können: an der IGS Kreideberg, der Oberschule Am Wasserturm, den Gymnasien Herderschule und Johanneum sowie der Hermann-Löns-Grundschule. Hierzu will die Verwaltung noch im Laufe dieses Jahres Masterpläne in den Fachausschüssen vorstellen.



Teil des Bildungspakts ist auch ein Finanzierungskonzept, das vor allem durch Fördertöpfe von Bund und Land sowie die Beteiligung des Landkreises Lüneburg gesichert werden soll. Die Verwaltung schlägt vor, 20 Millionen Euro der Bundes-Fördermittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für die bauliche Infrastruktur von Bildung in Lüneburg einzusetzen.



Mit dem Bildungspakt setzt die Verwaltung auch einen Ratsbeschluss aus dem Oktober 2025 um: Der Rat hatte einstimmig beschlossen, dass der Antrag der SPD, Mittel aus Infrastruktur- und Investitionsprogrammen von Bund und Land in die Lüneburger Bildung zu investieren, in den Bildungspakt 2040 einfließen soll.



Die Mitglieder des Schulausschusses sprachen dem Rat der Hansestadt einstimmig eine Empfehlung für den Bildungspakt aus. Auch vom Schulelternrat und von der Lehrervertretung gab es deutliche Zustimmung zu dem Pakt. Der Finanzausschuss stimmte knapp mehrheitlich dagegen. Der Bauausschuss gab keine Empfehlung ab. Eine Entscheidung wird der Rat voraussichtlich im März 2026 fällen.



Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch hofft, dass sich bis dahin alle Fraktionen einig werden: „Die Stadt braucht ein klares Votum für die Zukunft der Lüneburger Bildungslandschaft.“

© Fotos: Pixabay Beispielfoto


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