Lüneburg, am Mittwoch den 06.05.2026

Brücke ist besser als Fähre

von Carlo Eggeling am 06.05.2026


Elbbrücke bleibt Pflicht
Das neue Fährkonzept kann die Erreichbarkeit an der Elbe kurzfristig verbessern. Für Neu Darchau ersetzt es aus Sicht der IHK Lüneburg-Wolfsburg aber nicht die feste Elbquerung.

Die Vorstellung eines neuen Fährkonzepts für Neu Darchau und Bleckede durch Niedersachsens Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier in Lüneburg ist aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) ein wichtiger Schritt, um die Mobilität im Elbraum verlässlicher zu organisieren. Entscheidend sei nun, die Einsatzzeiten der Fähren zu maximieren, Ausfälle zu reduzieren und Wirtschaft, Bevölkerung sowie Tourismus in der Region planbar mobil zu halten.

„Ein gutes Fährkonzept ist richtig und überfällig. Aber es darf nicht das Ziel ersetzen: In Neu Darchau wird am Ende nur die Brücke die nötige Verlässlichkeit schaffen. Das Fährkonzept ist die Basis für den Übergang, der Brückenbau bleibt Pflicht“, sagt IHKLW-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. „Für die Wirtschaft zählt, dass Beschäftigte, Kunden, Lieferverkehre und Gäste zuverlässig ankommen. Mobilität darf an der Elbe nicht vom Pegelstand, von Wartezeiten oder von Ausfällen abhängen.“

Zwischen Lauenburg und Dömitz gibt es auf rund 70 Kilometern keine feste Elbquerung. Fähren allein können diese Lücke laut Zeinert nicht dauerhaft schließen, weil Wartezeiten, Hoch- und Niedrigwasser sowie technische Ausfälle die Verlässlichkeit immer wieder einschränken. In Bleckede braucht es aus Sicht der IHKLW parallel eine leistungsfähige Fährverbindung mit einem belastbaren Konzept für Ausfälle und Umleitungen. Dabei müsse auch der Tourismus konsequent mit einbezogen werden. Gäste in der Region brauchen verlässliche Verbindungen, um Angebote beiderseits der Elbe nutzen zu können. Das stärkt Betriebe, Gastronomie, Handel und Freizeiteinrichtungen vor Ort.

Die IHKLW begrüßt, dass mit dem Fährkonzept ein Prozess mit den relevanten Akteuren angestoßen wird. Entscheidend sei nun, daraus ein praxistaugliches Betriebskonzept anzuknüpfen mit möglichst großen täglichen Fähr-Zeitfenstern, klaren Zuständigkeiten, schnellen Ersatzlösungen bei Ausfällen und einer Kommunikation, auf die sich Unternehmen, Pendlerinnen und Pendler sowie Touristinnen und Touristen verlassen können.

© Fotos: Symbolbild/ ca


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