Der Linke Thorben Peters will ins Rathaus
von Carlo Eggeling am 16.01.2026Die Lüneburger Linke zeigt sich selbstbewusst, sie präsentiert einen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl. Thorben Peters soll antreten. Der Chef der Herberge plus am Kalkberg ist zugleich Landesvorsitzender seiner Partei. Er hat sich immer wieder zu sozialen Themen zu Wort gemeldet und genießt in diesen Fragen auch in anderen Parteien einen guten Ruf. Bei der vergangenen Bundestagswahl schnitt die Linke in der Stadt mit rund zwölf Prozentpunkten respektabel ab.
Der Rückenwind trägt weiter, denn die Partei verzeichnet Zulauf gerade bei jungen Leuten, ihre Mitgliederzahl stieg in den vergangenen Jahren kreisweit von rund 100 auf nun etwa 400.
Petersen trat als einziger Bewerber an, der Kreisvorstand schlägt ihn einstimmig vor, am 21. Januar befindet die Kreismitgliederversammung, ob sie der Kandidatur zustimmt. Neben der amtierenden Claudia Kalisch von den Grünen und Frank Soldan von der FDP ist Peters der dritte Bewerber um den Chefsessel im Rathaus.
Der Pressetext der Linken im Auszug:
Peters kennt die sozialen Realitäten Lüneburgs. Der 38-jährige Sozialarbeiter ist hier seit vielen Jahren im sozialen Bereich tätig, zuletzt als Leiter der Wohnungslosenhilfe in Lüneburg. Er hat zuvor an der Leuphana-Universität studiert und ist seit vielen Jahren fest in der Lüneburger Stadtgesellschaft verankert, unter anderem durch sein Engagement gegen Rechts und als langjähriger Kreisvorsitzender der Lüneburger Linken. Die hiesige Kommunalpolitik begleitet er seit über zehn Jahren. Peters steht für einen Kurs, der den Menschen zuhört, Verantwortung übernimmt und soziale Fragen konsequent in den Mittelpunkt stellt.
Thorben Peters erklärt zu seiner Kandidatur: „Diese Stadt funktioniert nur dann gut, wenn sie für alle da ist. Wenn Wohnen arm macht, wenn immer mehr Menschen um ihre Wohnung fürchten müssen und elementare Lebensbereiche dem Profit überlassen werden, dann läuft etwas grundlegend falsch. Wohnen ist ein Menschenrecht. Ich kandidiere, um gemeinsam mit vielen Anderen für soziale Sicherheit, für das Recht auf bezahlbares Wohnen und für eine Stadt zu kämpfen, die allen gehört und nicht nur denen, die sie sich leisten können. Eine solche Gesellschaft ist auch die stärkste Antwort auf den Rechtsruck.“
Der Kreisvorstand der Linken weist darauf hin, dass sich die politische Debatte in der Stadt zuletzt stark auf Fragen von Ordnung und Kontrolle konzentriert hat. Dadurch wird von eigentlichen sozialen Problemen – steigende Mieten, Wohnungsmangel und soziale Ungleichheit – abgelenkt. Nötig sei dagegen eine Politik, die diese Probleme an der Wurzel angeht, statt sie zu verwalten oder zu verschlimmern. Peters ergänzt: „Politik verändert sich nicht von allein. Sie verändert sich, wenn Menschen sich zusammenschließen und gemeinsam handeln. Ich bin überzeugt: Eine andere Stadtpolitik ist möglich, wenn wir sie gemeinsam erarbeiten. Diese Kandidatur soll Mut machen, sich einzumischen, mitzureden und Lüneburg solidarisch zu gestalten!“
Die Kandidatur von Peters wird vom Kreisverband als gemeinsames Projekt verstanden – getragen von den Mitgliedern der Linken, von sozialen Initiativen und von engagierten Menschen in der Stadt. Ziel ist es, soziale Fragen wieder stärker ins Zentrum der politischen Diskussionen zu rücken und deutlich zu machen, dass eine solidarische Perspektive für Lüneburg möglich ist. Über die Nominierung entscheidet die Kreismitgliederversammlung der Partei Die Linke Lüneburg am 21. Januar 2026 (18.30 Uhr, Brauhaus Nolte, Dahlenburger Landstraße 102, Lüneburg). Carlo Eggeling
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