Lüneburg, am Freitag den 17.04.2026

Ein eigenwilliger Brückentag

von Carlo Eggeling am 15.04.2026


Nachrichten aus Absurdistan
Es gibt Geschichten, die zeigen, dass Absurdistan gleich vor der Haustür liegt. Eine spielte am Sonntag auf der Friedrich-Ebert-Brücke. Zwei Männer, 53 und 35 Jahre alt, waren aneinandergeraten. Der Ältere feuerte eine Schreckschusswaffe ab, weil er sich angeblich verteidigen musste. Verletzt wurde niemand, die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an und beruhigte die Situation.

Nun hat der Schütze seine Sicht in der Zeitung geschildert. Die Polizei bestätigt die Aussagen so nicht: "Die Ermittlungen laufen." Eins allerdings schließt Polizeisprecher Kai Richter mit hoher Wahrscheinlichkeit aus: Die Ermittler sehen keinen Zusammenhang zwischen dem Vorfall auf der Brücke und einem Mann, der sich bekanntlich am gleichen Wochenende am Bahnhof ins Gleisbett gelegt und von einem ICE überrollen lassen hatte. Nach Rücksprache mit der Bundespolizei, die entsprechende Bilder auswertet, unterscheide sich das Aussehen der Männer eindeutig und erheblich.

Die Kontrahenten von der Brücke sind der Polizei beide bekannt. Die Beamten hatten, wie berichtet, dem Schützen die Waffe und reichlich Schreckschussmunition abgenommen. Die Pistole will der Mann bei sich gehabt haben, weil er öfter im Wald unterwegs sei und sich gegen Wildschweine verteidigen wolle. Der Mann schilderte, dass ihn der angebliche Angreifer von der Brücke von der Brücke haben schubsen wollen. Von der Polizei heißt es dazu, es gebe keine Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.


Brandfolgen
Fragen an der Straße bei Mönchsgarten: Dort hatte vergangene Woche ein Täter in drei Carports Feuer gelegt, ein Haus brannte aus. Vor einem der Gebäude steht nun ein ausgebranntes Auto. "Kein aktueller Fall", erklärt die Polizei. Wahrscheinlich sei der Wagen im Zuge der Aufräumarbeiten vor ein Haus gezogen worden.
Wie berichtet, kam der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehr als eine halbe Million Euro. Carlo Eggeling

© Fotos: Christine Böhm


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