Lüneburg, am Freitag den 13.03.2026

Ein Viertel der Radler leuchtet nicht richtig

von Carlo Eggeling am 13.03.2026


Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine funktionierende Fahrradbeleuchtung entscheidend für die
Sicherheit im Straßenverkehr. Zwischen November 2025 und Ende Januar 2026 überprüften Ehrenamtliche des ACE unter dem
Motto „Sehen und gesehen werden“ bundesweit die Beleuchtung von Fahrrädern. In 25 Städten wurden insgesamt 9.781
Radfahrende jeweils während einer einstündigen Stichprobe an stark frequentierten Radverkehrspunkten erfasst.

Mehrheit fährt mit Licht – aber noch nicht ausreichend

Die Auswertung zeigt ein insgesamt positives, aber noch ausbaufähiges Bild: 78 Prozent der beobachteten Radfahrenden
waren mit vorschriftsmäßiger Beleuchtung unterwegs. Dennoch wiesen 22 Prozent Mängel auf oder fuhren komplett ohne Licht.
Konkret waren etwa 10 Prozent ganz ohne Beleuchtung unterwegs, weitere 12 Prozent nur teilweise, etwa nur mit Vorder- oder
Rücklicht.“ Gerade bei Dunkelheit, Regen oder in der Dämmerung entscheidet gute Sichtbarkeit über die Sicherheit im
Straßenverkehr“, erklärt der ACE-Regionalbeauftragte Rüdiger Rohlf. „Wer rechtzeitig gesehen wird, kann Unfälle vermeiden.
Deshalb sollte die Beleuchtung am Fahrrad regelmäßig überprüft werden.“

Norddeutschland mit besonders guten Ergebnissen

Besonders erfreulich fällt der Blick in den Norden aus: Leer erreicht mit 91 Prozent korrekt beleuchteten Fahrrädern den
Spitzenwert der bundesweiten Stichprobe, dicht gefolgt von Kiel mit 90 Prozent. Ende der Skala stehen Mannheim und München.
In Mannheim waren 72 Prozent der erfassten Fahrräder nicht korrekt oder gar nicht beleuchtet. In München lag der Anteil
fehlerhafter oder fehlender Beleuchtung bei 48 Prozent.

Lüneburg: Rückblick auf ACE-Erhebung

Ein Rückblick auf eine ACE-Erhebung in Lüneburg zeigt: Von insgesamt 153 erfassten Fahrrädern waren 76 Prozent mit
der vorgeschriebenen Beleuchtung – einem weißen Frontscheinwerfer und einer roten Rückleuchte – unterwegs.
Gleichzeitig wurden zahlreiche Verstöße festgestellt: 9 Prozent der Radfahrenden fuhren mit mangelhafter Beleuchtung,
während 11 Prozent sogar ganz ohne Licht unterwegs waren. Damit lag der Anteil korrekt beleuchteter Fahrräder in
Lüneburg bei 76 Prozent und damit leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 78 Prozent.

Kinderanhänger häufig schlecht sichtbar

Während der Aktion fiel außerdem auf, dass Kinderanhänger häufig ohne eigene Beleuchtung oder Reflektoren unterwegs
sind. Aufgrund ihrer niedrigen Bauhöhe können sie bei schlechten Sichtverhältnissen leicht übersehen werden.
Der ACE weist darauf hin, dass Anhänger bei Dunkelheit mindestens mit einer Rückleuchte sowie Reflektoren ausgestattet
sein müssen. Zusätzlich kann ein Signalwimpel die Sichtbarkeit deutlich erhöhen.

Gesetzliche Anforderungen

Für Fahrräder gelten klare Vorgaben zur Beleuchtung. Dazu gehören:
• ein weißer Frontscheinwerfer
• eine rote Rückleuchte
• Reflektoren an Pedalen, Vorder- und Rückseite sowie an den Rädern
Der ACE ruft Radfahrende dazu auf, ihre Beleuchtung regelmäßig zu überprüfen und so aktiv zur Verkehrssicherheit beizutragen.

Über den ACE Auto Club Europa
Klare Orientierung, sichere Hilfe, zuverlässige Lösungen: Der ACE Auto Club Europa ist seit 1965 als engagierte Gemeinschaft
für alle modernen mobilen Menschen da – egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Als Mobilitätsbegleiter hilft der ACE
international, unbürokratisch und unabhängig. Kernthemen sind die Unfall- und Pannenhilfe, Verkehrssicherheit, Verbraucherschutz,
Elektromobilität und neue Mobilitätsformen.

© Fotos: ca


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