Lüneburg, am Mittwoch den 14.01.2026

Es fehlt an Kameraden

von Feuerwehr am 13.01.2026


Gemeindebrandmeister Marc Bergmann berichtet:

Nach vielen Jahrzehnten engagierter Arbeit soll die Ortsfeuerwehr Kovahl rückwirkend
zum 31.12.2025 aufgelöst werden. Hintergrund ist die seit längerem rückläufige Zahl
aktiver Mitglieder: Um die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten, wären mindestens 20
Aktive erforderlich gewesen. Zuletzt zählte die Wehr jedoch nur noch 14 Einsatzkräfte.
Bereits im Feuerwehr-Bedarfsplan 2015 sowie in der Fortschreibung 2023 wurde
festgestellt, dass die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Kovahl eingeschränkt ist. Zu
Ende November ist der langjährige Ortsbrandmeister Uwe Meyer nach über 40 Jahren
im Amt aufgrund der Altersgrenze aus der Einsatzabteilung ausgeschieden. Ein
Nachfolger konnte nicht gefunden werden.
Die Mitglieder der Feuerwehr Kovahl haben auf ihrer Jahreshauptversammlung
einstimmig eine Empfehlung zur Auflösung an die Verwaltung der Samtgemeinde
Dahlenburg gerichtet. Die endgültige Entscheidung steht noch aus: Zunächst muss der
Landkreis Lüneburg die Empfehlung prüfen, anschließend ist ein entsprechender
Beschluss durch den Samtgemeinderat erforderlich.
Das bisherige Einsatzgebiet der Feuerwehr Kovahl wurde auf die Feuerwehren
Pommoissel und Nahrendorf-Oldendorf aufgeteilt. Beide Wehren haben zudem
Mitglieder aus Kovahl aufgenommen, die weiterhin ihren Dienst in der Freiwilligen
Feuerwehr verrichten möchten. So bleibt das Engagement und die Erfahrung der
Kovahler Kameradinnen und Kameraden auch künftig erhalten.
Die Ortsfeuerwehr Kovahl blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.
Erstmals wurde die Wehr im Jahr 1902 genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte
1949 die Wiedergründung. Über die Jahrzehnte hinweg wurde die Ausrüstung stetig
erweitert. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Kovahl haben sich stets
mit großem Engagement für die Sicherheit und das Wohl der Dorfgemeinschaft
eingesetzt.
Trotz intensiver Bemühungen, neue Mitglieder zu gewinnen, konnte die erforderliche Sollstärke nicht erreicht werden.

© Fotos: Feuerwehr


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