Es spukt noch länger im Gespensterhaus
von Carlo Eggeling am 24.03.2026Es war mal schmuck, doch das Gespensterhaus an der Lauensteinstraße verwahrloste über Jahre, ein paarmal brannte es im Gebäude, in dem Obdachlose unterschlüpften. Der jetzige Eigentümer will das Haus abreißen und einen Neubau errichten. Doch mit der Stadt findet er keine Einigung, die ihm rentabel erscheint. Kurz: Der Investor möchte elf Mietwohnungen errichten, er sagt, halte er die Vorgaben der Stadt ein, seien sechs bis sieben möglich."Mietwohnungen müssten dann so teuer sein, dass man sie nicht vermieten kann", sagt der Immobilienunternehmer. Er setzt auf weitere Gespräche und erkennt an, dass die Verwaltung ihm schon entgegengekommen sei.
Wie berichtet, hatte der Adendorfer Investor zunächst erklärt, er habe das Haus sanieren wollen, doch die Schäden seien zu groß. Auch sei Bauen nur unter Auflagen möglich, bekanntlich liegt der Bereich im Senkungsgebiet -- der schief stehende Ochtmisser Kirchsteig wackelt einen Steinwurf entfernt.
Der Unternehmer sagt, es habe Gespräche mit dem Bauamt gegeben, doch man sei sich nicht einig geworden. Seine Kritik: "Einzelne Anforderungen erschweren derzeit eine Umsetzung erheblich. Gerade mit Blick auf des sogenannten „Bau-Turbos“, der eigentlich Verfahren beschleunigen und Wohnraum schaffen soll. Auf dem Papier gibt es Instrumente – in der Praxis werden sie jedoch nicht genutzt. Selbstverständlich müssen öffentliche Belange sorgfältig geprüft werden. Am Ende braucht es jedoch eine Lösung, die zeitgemäß und auch wirtschaftlich darstellbar ist – sonst bleibt wertvolles Potenzial ungenutzt."
Die Stadt sieht es anders: "Für das Grundstück Lauensteinstraße 43 wurde in Aussicht gestellt, im gemäß B-Plan 15 Meter tiefen Baufenster ein Gebäude in der Höhe des jetzt vorhandenen verfallenden Hauses zu errichten. Da die jetzigen Geschosse gründerzeitlich hoch sind, wären in einem Neubau -- statt heute zwei Geschosse plus Dach -- dann drei Geschosse plus Dach möglich. Mit den hier skizzierten Leitplanken wären bereits deutliche Befreiungen vom geltenden Planrecht verbunden. Der geltende B-Plan sieht lediglich ein Geschoss plus Dach und eine Geschossflächenzahl von 0,3 vor."
Doch der Investor möchte mehr. Zum einen will er weiter in die Tiefe bauen, um mehr Fläche zu nutzen, zum anderen wünscht er sich, näher an seinen linken Nachbarn heranzurücken, um dann auf der anderen Seite eine dreieinhalb Meter breite Zufahrt hinter das Gebäude zu schaffen. Dort plant er Parkplätze. Die Breite sei nötig, damit die Feuerwehr im Fall der Fälle einen Weg hat.
Der betroffene Nachbar erklärt auf Nachfrage, er stimme einer größeren Nähe nicht zu. Es dürften also noch einige Verhandlungen nötig sein, bevor Baumaschinen rollen.
Für die "Stand- und Verkehrssicherheit des angegriffenen Gebäudes ist laut Stadt der Eigentümer verantwortlich. Carlo Eggeling
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