Fahrradring kommt doch — Poller an der Neuen Sülze
von Carlo Eggeling am 15.04.2026Anwohner hatten gedacht, der Fahrradstraßenring läge auf Eis, politische Diskussionen legten das nahe. Doch dem ist nicht so. Nachbarn hatten jetzt Informationsschreiben einer Uelzener Baufirma im Briefkasten: Vom 27. April an werden Bereiche der Neuen Sülze sowie Auf der Altstadt gesperrt, Bauarbeiten. Man sei "beauftragt mit dem 1. Bauabschnitt des Fahrradrings". Für die Neue Sülze ist mit acht Wochen Vollsperrung zu rechnen, Auf der Altstadt kalkulieren die Uelzener mit sieben Wochen. nach einander, Ende Juli sei man voraussichtlich fertig. Auto- und ÖPNV-Verkehr werde umgeleitet.
Die SPD, die im Mobilitätsausschuss die Pläne eigentlich ausgebremst hatte, geht den Schritt mit. "Das ist ein Ratsbeschluss, dazu stehen wir", sagt Fraktionschef Thomas Dißelmeyer. Im Rathaus versteht man die Verunsicherung gar nicht. Sprecherin Ann-Kristin Jenckel verweist auf eine Pressemitteilung von vor einem Jahr, da habe die Stadt dargelegt, was passiert -- eben aufgrund der Beschlüsse.
Die Pläne wurden in der Erklärung der Verwaltung so umrissen: „In der Salzstraße wird der Radverkehr vom Radweg auf die Fahrbahn verlegt“, erklärte die Mobilitätsbeauftragte der Hansestadt Lüneburg, Ann-Kathrin Berek.
Die Fahrbahn wird dafür von aktuell 3,50 Metern auf fünf Meter verbreitert.
Der Gehweg auf der Westseite wird durchgängig eine Breite von 1,50 Metern haben.
Der Gehweg auf der Ostseite wird künftig von einem Meter auf zwei Meter verdoppelt und an der engsten Stelle eine Breite von 1,50 Metern nicht unterschreiten.
Die Ladezone bleibt erhalten.
„Die Fahrbahnbreite von fünf Metern aus der Salzstraße wird bis zur Ein- und Ausfahrt des Parkhauses in der Straße Neue Sülze fortgesetzt“, kündigt Ann-Kathrin Berek an.
Versenkbarer Poller wird installiert
Um das Durchfahrtsverbot durchsetzen zu können, wird zwischen der Bushaltestelle und der Parkhauseinfahrt bzw. Obere Schrangenstraße ein versenkbarer Poller auf der Straße installiert. „Linienbusse, Taxis, Anwohnende, Liefer- und Handwerksverkehr werden den Poller weiterhin passieren können“, betont die Mobilitätsbeauftragte der Hansestadt.
Aktuell prüft die Stadtverwaltung, mit welchem technischen System der Poller angesteuert werden soll. Damit der Poller nicht einfach umfahren werden kann, werden links und rechts davon Sperrpfosten eingebaut.
Trennung für Rad- und Fußverkehr
Wie in der Salzstraße wird auch in der Straße Neue Sülze der Rad- und Fußverkehr sichtbar getrennt, indem der Radweg vom Hochbord auf die Fahrbahn verlegt wird. Dadurch entsteht auf der Ostseite Platz für einen mehr als drei Meter breiten Gehweg.
Auf der Westseite wird die Haltestelle etwas weiter in Richtung Auf der Altstadt verlegt, damit zwischen dem haltenden Bus und der Polleranlage genug Platz für eventuell wartende Fahrzeuge bleibt."
Es geht also trotz des eigentlich vermuteten Stopps weiter mit dem Fahrradring. Das Veto eingelegt habe die Politik für andere Umsetzungsschritte, heißt es aus dem Rathaus. Diese Maßnahmen seien beauftragt und würden nun umgesetzt, das könne man nicht einfach stoppen. Carlo Eggeling
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