Flucht — Hoffnung und Enttäuschung
von Initiativen am 11.03.2026Theaterstück „Die Falle“ mit Riadh Ben Ammar in der Ratsbücherei Lüneburg
Am Sonntag, 15. März 2026, um 18:00 Uhr wird in der Ratsbücherei Lüneburg (Am Marienplatz 1, 21335 Lüneburg) das Theaterstück „Die Falle“ von und mit Riadh Ben Ammar aufgeführt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus statt.
Riadh Ben Ammar, der Anfang der 2000er Jahre von Tunesien nach Deutschland kam, war zunächst längere Zeit in einem Geflüchtetenlager in Mecklenburg-Vorpommern untergebracht. Heute lebt er zwischen Tunesien und Deutschland und ist Mitbegründer des transnationalen Netzwerks Afrique-Europe-Interact. Seit vielen Jahren bringt er im Rahmen seines Projekts „Theater für Bewegungsfreiheit“ gesellschaftspolitische Themen auf die Bühne.
„Die Falle“ erzählt eine eindringliche Geschichte über die geschlossene EU-Außengrenze und die Missverständnisse, Hoffnungen und Widersprüche, die sie hervorbringt. Das Stück schildert die Perspektive junger Menschen, die an den Küsten Nordafrikas aufbrechen – getragen von Träumen und Erwartungen.
„Man kann nicht an der Küste leben, ohne die andere Seite wenigstens einmal gesehen zu haben. Alle wollen dahin. Die meisten träumen davon“, sagt Riadh Ben Ammar.
Gleichzeitig thematisiert das Stück die Realität vieler junger Menschen, die es nach Europa schaffen: „Wer hier ankommt, will nicht mit leeren Händen zurückkehren. Doch für viele werden Illegalität, Kriminalisierung und die ständige Angst vor Abschiebung zum Alltag.“
Mit „Die Falle“ verbindet Ben Ammar persönliche Erfahrungen, politische Analyse und künstlerischen Ausdruck. Sein Theater schafft Raum für Perspektivwechsel und fordert das Publikum heraus, die europäischen Grenzregime kritisch zu hinterfragen.
„Theater kann Brücken bauen – zwischen Geschichten, zwischen Menschen, zwischen Kontinenten“, so Ben Ammar.
Die Veranstaltung wird organisiert von der VVN-BdA Lüneburg, der Geschichtswerkstatt Lüneburg, der Seebrücke Lüneburg, den Omas gegen Rechts sowie dem Lüneburger Netzwerk gegen Rechts in Kooperation mit der Ratsbücherei Lüneburg.
Der Eintritt ist frei.
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