Lüneburg, am Samstag den 29.11.2025

Für lebendige und intakte Gewässer: Landkreis wertet die Neetze bei Thomasburg weiter ökologisc

von Landkreis Lüneburg am 28.11.2025


Für lebendige und intakte Gewässer:
Landkreis wertet die Neetze bei Thomasburg weiter ökologisch auf

(lk) Im Süden von Thomasburg trennt nur ein schmaler Damm die Neetze von kleineren Teichen. Der Damm zwischen diesen unterschiedlichen Ökosystemen ist in den vergangenen Jahren immer dünner geworden – und dadurch stieg die Gefahr eines Dammbruchs mit massiven ökologischen Folgen: Große Mengen an Schlamm und Sand aus den Teichen hätten in die Neetze gelangen und das empfindliche Ökosystem erheblich belasten können.

Um diese Gefahr auszuschließen und gleichzeitig die ökologische Qualität des Fließgewässers zu verbessern, hat der Landkreis Lüneburg den betroffenen Abschnitt nun umfassend gesichert und verschiedene Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung vorgenommen. Die Maßnahmen fördern die eigendynamische Gewässerentwicklung, erhöhen die Strukturvielfalt und schaffen damit bessere Lebensbedingungen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Das Projekt wurde mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen aus dem Programm Naturnahe Entwicklung der Oberflächengewässer (NEOG) umgesetzt.

Die durchgeführten Maßnahmen im Überblick:

• Dammstabilisierung: Der gefährdete Abschnitt wurde auf der Neetze-Seite mit Steinen, Kies und Totholz befestigt, um weitere Erosion zu verhindern und den sensiblen Bereich langfristig zu stabilisieren.

• Einbau von Kiesbetten: Im Bereich des Damms wurde auf rund 60 Metern Länge Kies eingebracht. Das fachgerecht ausgewählte Material bietet Lebensraum für wirbellose Arten sowie Laichplätze für Fische wie Bachneunauge und Bachforelle.

• Schonender Umgang mit natürlichen Strukturen: Natürliche Strukturen der Neetze – darunter Verlandungsbereiche und Gehölze – wurden bei der Umsetzung berücksichtigt, um den Gewässercharakter zu erhalten.

• Integration von Totholz: Bereits vorhandenes Totholz wurde in die neue Gewässerstruktur integriert. Zusätzlich entstandenes Totholz aus der Baustellenvorbereitung wurde gezielt eingesetzt, um weitere ökologische Impulse zu setzen.

• Reduzierung von Sedimenteinträgen: Um den Eintrag von Sand, Feinsedimenten und Ocker aus westlich angrenzenden Flächen künftig zu minimieren, führt der Pflegetrupp des Landkreises ergänzende Arbeiten außerhalb des Förderprojekts durch.

Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen der Unteren Wasserbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde, dem NLWKN sowie dem Wasserverband der Ilmenau-Niederung.

Weitere Informationen zu Fließgewässern gibt es hier: www.landkreis-lueneburg.de/fließgewaesser.

Diese Pressemitteilung sowie ein Foto finden Sie auch im Anhang.

Foto: Landkreis Lüneburg

Bildunterschrift: Vielfältige Strukturen, Kies und Totholz prägen nun die Neetze im Bereich des gesicherten Dammes zu den Teichanlagen.

© Fotos: Landkreis Lüneburg


Kommentare Kommentare


Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.



Kommentar posten Kommentar posten

Ihr Name*:

Ihre E-Mailadresse*:
Bleibt geheim und wird nicht angezeigt

Ihr Kommentar:



Lüneburg Aktuell auf Facebook