Gesunde Snacks als neues Normal
von An der Johann-Peter-Eckermann-Realschule am 16.02.2026Landkreise Harburg und Lüneburg stellen Schul-Snackautomaten neu auf Weniger Zucker, mehr Verantwortung:
An der Johann-Peter-Eckermann-Realschuleim Landkreis Harburg und am Gymnasium Oedeme im Landkreis Lüneburg wurden die Snackautomaten erfolgreich auf ein gesundes Sortiment umgestellt. Das Projekt zeigt, wie Prävention im Schulalltag gelingen kann, wenn Schulen, Schüler, Eltern, Schulträger und Betreiber gemeinsam handeln – mit Vorbildcharakter über die Region hinaus. Der Handlungsbedarf ist belegt: Nach aktuellen Daten des Robert Koch-Institut sind rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig, etwa sechs Prozent adipös. Ein hoher Konsum zucker- und energiereicher Snacks erhöht das Risiko für Übergewicht sowie Zahn- und Stoffwechselerkrankungen. Das schulische Ernährungsumfeld spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ausgangspunkt der Umstellung war der offene Austausch aller Beteiligten. Besonders Schülerinnen und Schüler brachten sich aktiv ein. Im Profilfach Gesundheit und Soziales der Eckermann-Realschule setzten sie sich intensiv mit Zucker, Zusatzstoffen und gesunden Alternativen auseinander und entwickelten konkrete Vorschläge. Begleitet wurde der Prozess durch den Jugendzahnärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes des Landkreises Harburg, der seit Jahren auf die Risiken eines hohen Zuckerkonsums im Kindes- und Jugendalter hinweist. Der Automatenbetreiber GASTautomat aus Bardowick unterstützte die Umstellung konstruktiv. Verkaufsverantwortliche Marie Voß betont, dass es dem Unternehmen wichtig sei, gemeinsam mit Schulen verantwortungsvolle und akzeptierte Lösungen zu entwickeln. Auch der Schulträger bewertet die Neuausrichtung positiv. Stefan Baumann, Leiter der Abteilung Schule des Landkreises Harburg, sieht darin ein gelungenes Beispiel für wirksame Prävention im Alltag. Ziel sei es, alle Automaten an weiterführenden Schulen im Landkreis entsprechend umzustellen. Initiiert wurde der Prozess an der Johann-Peter-Eckermann-Realschule durch die SV-Beraterinnen Lotta Kunzler und Judith Höfler. Ihr Ansatz, Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen, habe sich bewährt. Trotz aller Maßnahmen bleibt die Verantwortung der Eltern zentral: Sie entscheiden täglich über die Ernährung ihrer Kinder. Schule kann Impulse setzen und Angebote verändern – nachhaltige Wirkung entsteht im gemeinsamen Miteinander. Das Projekt zeigt, wie durch Dialog und Kooperation tragfähige Lösungen entstehen können und setzt ein wegweisendes Signal für andere Landkreise.
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