Gorleben bleibt länger Zwischenlager
von Landkreis Lüchow-Dannenberg am 03.03.2026Verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben
Noch bis 2034 ist die Lagerung von hochradioaktivem Abfall in Gorleben genehmigt.
Im Zwischenlager stehen 113 Castor-Behälter. Doch bis es ein Endlager gibt, wird es noch Jahrzehnte dauern. Vertreter von Bundes- und Landesbehörden haben im Ausschuss für Atomanlagen über die verlängerte Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll in Gorleben informiert.
Wie die Sicherheit in der Zwischenzeit gewährleistet werden kann, müsse ständig am aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik überprüft werden, so Christian Kühn, Präsident des Bundesamtes für die Sicherung der nuklearen Entsorgung (BASE).
Für die Menschen im Wendland sei ein offener und transparenter Prozess entscheidend, betont Landrätin Dagmar Schulz: „Es bedarf eines besonderen Augenmerkes auf die neuen Genehmigungsprozesse mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für die Zukunft.“
Doch Details über die Sicherheitsmaßnahmen, etwa gegen Flugzeugabstürze oder Drohnenangriffe, können aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich benannt werden. Dennoch versicherten die Experten, dass genau dies im Mittelpunkt des Verfahrens stehe. Christian Kühn verspricht der Öffentlichkeit einen intensiven Dialog, der auch über die formellen Beteiligungsverfahren hinaus gehe.
Auch die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) will sich in dem Verfahren „proaktiv einbringen, um für mehr Sicherheit Sorge zu tragen“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Es müsse aber ein offenes und transparentes Verfahren sein – Vorschläge müssten auch aufgegriffen werden, ergänzt Ehmke.
„Wir müssen alle gemeinsam an einem guten Verfahren arbeiten“, fasst Landrätin Dagmar Schulz zusammen und blickt zuversichtlich in die Zukunft.
Das Verfahren in Gorleben ist eine Blaupause für ganz Deutschland. Die Genehmigung für Gorleben läuft 2034 als Erstes aus. Zwei Jahre später (2036) endet die Genehmigung für die Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll im Zwischenlager Ahaus.
Foto (BASE) v.l.n.r.: Oliver Pietsch Nds. MU; Landrätin Dagmar Schulz; Christian Kühn, Präsident BASE; Martin Donat Vorsitzender Ausschuss Atomanlagen; Andreas Sikorski BMUKN
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