Handfester Streit an der Kasse
von Carlo Eggeling am 19.05.2026Die Kundin soll der Verkäuferin in den Haaren gerissen und sie beschimpft haben -- vor einer Woche eskalierte ein Streit um Ballons in einem Geschäft am Sand. Nach Auskunft der Polizei haben inzwischen beide Seiten Anzeige erstattet. LA hatte berichtet, was die Polizei auf Nachfrage mitgeteilt hatte. Doch inzwischen meldete sich eine Augenzeugin und steuerte weitere Details bei.
Eine 39-Jährige hatte sich am vergangenen Mittwoch in dem Geschäft Ballons ausgesucht und ließ sie mit Helium füllen. Doch das Ergebnis missfiel der Kundin, sie wollte die Ballons nicht haben und forderte ihr Geld zurück. Die Augenzeugin sagt, die Verkäuferin habe der Frau die Summe zurückgeben wollen, doch die hätte dafür einen Beleg für die Buchhaltung unterschreiben müssen. Augenscheinlich sei die Kundin nicht einverstanden gewesen, sie soll versucht haben, in die Kasse zu greifen und sei dann auf die Verkäuferin losgegangen, habe ihr in den Haaren gerissen, nicht nur einmal. Schließlich sei die Kundin aus dem Laden gelaufen. Die alarmierte Polizei stellte sie kurz darauf.
Die Verkäuferin soll anschließend ärztlich behandelt worden sein, die 29-Jährige habe unter anderem Prellungen erlitten. Die Verletzungen seien dokumentiert worden, wichtig für ein späteres juristisches Verfahren.
So etwas sei noch nicht vorgekommen, heißt es von Mitarbeitern, ein derartiger Ausbruch von Gewalt: "Hemmungslos von jetzt auf gleich. Kein Kunde traute sich einzugreifen."
Man erlebe einiges in dem Laden. Diebstahl gehöre zum Alltag, der Ton werde rauer: "Das geht durch alle Gesellschaftsschichten." Teenager ertappe man regelmäßig und verwarne sie. Ja, auch die, die den Sand zu ihrem Wohnzimmer gemacht haben, erwischten sie. Hausverbote, Anzeigen bei der Polizei. Trotzdem kämen die Männer und Frauen erneut durch die Tür. Werde es zu schlimm, rufe man die Polizei.
Allerdings seien viele aus der Szene friedlich. "Es kommen sogar welche rein, die Geklautes abgeben, was sie anderen abgenommen haben", sagt die Mitarbeiterin. "Die kann man nicht über einen Kamm scheren."
Es sei zu früh, um zu beurteilen, ob das seit Anfang des Monats geltende Alkoholverbot etwas bringe. Nach Eindruck der Kollegen wird weiter getrunken , Flaschen würden in Taschen und Ärmeln versteckt. Im Moment sei es relativ ruhig, doch die warme Jahreszeit beginne erst -- abwarten, was komme.
Gelacht werde in der Szene, so hätten es Betroffene erzählt, über Verwarnungen der Stadt. Es würden Belege herumgezeigt, auf denen Verwarnung und "null Euro" stehe. Das werde als lächerlich empfunden. Carlo Eggeling
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