Lüneburg, am Samstag den 31.01.2026

Industrieller Kahlschlag in der Region

von Die Linke am 31.01.2026



Industrieller Kahlschlag in der Region – Linke wendet sich mit einem Schreiben an die Landesregierung

Pressemitteilung – 31. Januar 2026



Mit einem Schreiben an Ministerpräsident Olaf Lies, stellvertretende Ministerpräsidentin und Kultursministerin Julia Hamburg und Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne fordert das Lüneburger Ratsmitglied der Linken Marianne Esders ein sofortiges und aktives Eingreifen der Landesregierung gegen den fortschreitenden Abbau industrieller Arbeitsplätze in der Region. Anlass sind die jüngsten Entscheidungen bei Jungheinrich sowie die vorausgegangenen Standortverluste bei Musashi, dem Lüneburger Eisenwerk und Yanfeng.

„Der Wegfall von Produktionsstandorten in unserer Region ist längst kein Einzelfall mehr, sondern ein industrieller Kahlschlag“, erklärt Esders. „Hier werden tariflich abgesicherte Arbeitsplätze, industrielles Know-how und regionale Wertschöpfung systematisch zerstört – und die Politik reagiert bislang viel zu zaghaft.“

Esders macht deutlich, dass es sich dabei nicht um einen unvermeidlichen Strukturwandel handelt. „Was in der aktuellen Situation fehlt, ist industriepolitische Steuerung. Ganze Belegschaften zahlen den Preis für Konzernentscheidungen, denen kaum politischer Widerstand entgegengesetzt wird.“

Scharfe Kritik übt Esders am Vorgehen der Stadtspitze. Trotz wiederholter Aufforderung habe die Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch bislang keine Gespräche mit Betriebsräten, Gewerkschaften oder Beschäftigten geführt. „Statt mit den Beschäftigten und der IG Metall zu sprechen, wird ausschließlich mit den Unternehmensleitungen kommuniziert – und ohnehin geplante Maßnahmen werden öffentlich als politische Erfolge dargestellt“, so Esders. „Dieses Vorgehen schwächt die Beschäftigten und untergräbt laufende Arbeitskämpfe.“

Mit ihrem Schreiben an die Landesregierung fordert Esders ein klares Umsteuern: „Es reicht nicht, Standortschließungen zu moderieren. Industriepolitik muss Arbeitsplätze sichern. Die Landesregierung muss sich unmissverständlich an die Seite der Beschäftigten und der IG Metall stellen und sich direkt in die laufenden Verhandlungen einbringen.“

© Fotos: Die Linke


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