Kirschenmann fordert Entlastung bei Kraftstoffkosten
von Industrie- und Handelskammer am 17.03.2026Pressemitteilung:
Kirschenmann fordert Entlastung bei Kraftstoffkosten
IHKLW-Präsident: Staatlich beeinflusste Preisbestandteile auf Benzin und Diesel müssen befristet gesenkt werden
Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) fordert angesichts der anhaltend hohen Kraftstoffkosten eine befristete Senkung von staatlich veranlassten Preisbestandteilen von Benzin und Diesel sowie mehr Transparenz bei der Preisbildung an den Zapfsäulen.
„Logistik und Mobilität sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Die sprunghaft gestiegenen Preise bei Benzin und Diesel üben immensen Druck auf die Unternehmen aus. Es braucht jetzt eine schnelle und spürbare Entlastung bei den Kraftstoffkosten“, fordert IHKLW-Präsident Andreas Kirschenmann. „Betriebliche Mobilität darf in einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage nicht weiter verteuert werden. Es geht um die Liquidität der Unternehmen. Die Bundesregierung muss nun die staatlich beeinflusste Preisbestandteile auf Kraftstoffe befristet senken, um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu gewährleisten.“
Die IHKLW weist daraufhin, dass ein Großteil des vom Endkunden zu bezahlenden Preises für Benzin und Diesel auf staatlich beeinflusste Preisbestandteile wie die Energiesteuer, die Mehrwehrsteuer und die CO2-Abgabe zurückzuführen ist. Hier hat die Bundesregierung Handlungsspielraum, um Unternehmen in der aktuellen Lage zu entlasten. Die Forderung der IHKLW zielt auf die aktuell besondere Kostenbelastung für Unternehmen in Logistik, Mobilität, Handel, Dienstleistungen sowie in allen Branchen mit hohem Mobilitätsanteil.
Neben der Kostenbelastung der Unternehmen wirken hohe Kraftstoffpreise mittelfristig weit über das Verkehrsgewerbe hinaus: Sie verteuern Transporte, erhöhen Beschaffungs- und Vertriebskosten, belasten ganze Wertschöpfungsketten und treiben die Preise auch für den Endverbraucher.
Dass die Wirtschaft im IHKLW-Bezirk derzeit keine zusätzlichen Belastungen verkraften kann, zeigt die aktuelle regionale Konjunkturumfrage der IHKLW. In Nordostniedersachsen hat sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage gegenüber dem Vorquartal nicht verbessert; auch die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate verharren auf niedrigem Niveau. 36 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionsbudgets kürzen, nur 22 Prozent planen eine Ausweitung. Zugleich beabsichtigen 30 Prozent der Betriebe, Beschäftigung abzubauen; lediglich 11 Prozent erwägen einen Personalaufbau. Auch in der Region Braunschweig-Wolfsburg bleibt die Lage trotz leichter Stabilisierung insgesamt verhalten. Zwar ist die Investitionsbereitschaft gegenüber der Vorumfrage gestiegen, aktuell rechnen aber jeweils 27 Prozent der Unternehmen mit einer Ausweitung beziehungsweise mit einer Kürzung ihrer Investitionsbudgets. Zudem fließen die geplanten Investitionen weiterhin vor allem in Ersatzbedarf (58 Prozent) und Rationalisierung (39 Prozent). Auf Wachstum ausgerichtete Investitionen wie Kapazitätserweiterungen (17 Prozent) bleiben deutlich nachrangig.
„Gerade in einer Phase schwacher Investitions- und Beschäftigungsdynamik sendet jede zusätzliche Verteuerung von Mobilität das falsche Signal. Unsere Unternehmen müssen ihre Leistungen erbringen, Kunden erreichen, Waren bewegen und Mitarbeitende mobil halten können — zu vertretbaren Kosten“, betont Kirschenmann
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