Lüneburg, am Donnerstag den 19.02.2026

Krötenwanderung im Landkreis Lüneburg: Helferinnen und Helfer zum Schutz der Tiere gesucht!

von Landkreis Lüneburg am 19.02.2026



(lk) Bald ist es wieder so weit: Wenn es regnerisch und über mehrere Nächte wärmer als fünf Grad wird,
dann verlassen Kröten, Frösche und Molche ihre Winterquartiere. Mit steigender Temperatur meldet sich
ihre biologische Uhr; der Stoffwechsel wird wieder hochgefahren. Dann beginnt ab Mitte bis Ende
Februar während der Nacht die Amphibienwanderung. „Doch die ist ziemlich gefährlich, weil die
Wanderouten der Tiere häufig über vielbefahrene Straßen führen“, erklärt Maike Mangelsdorf von der
Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lüneburg. Deshalb sucht der Landkreis Lüneburg
Helferinnen und Helfer, die die Tiere sicher über die Straße bringen.
Die Krötenwanderung liegt den Amphibien im Instinkt: Zur Fortpflanzung kehren sie an den Ort zurück, an
dem sie selbst geboren wurden – meist sind das Laichgewässer wie Teiche, Tümpel oder Feuchtwiesen.
Damit die Reise sicher verläuft, stellen Naturschützer entlang von Straßen mit der Unterstützung des
Landkreises Lüneburg Schutzzäune auf, wobei Eimer eingegraben werden, die die Tiere auffangen,
bevor sie die Straße erreichen. Hier müssen die Tiere dann eine Zwangspause machen, bis freiwillige
Helfer kommen und sie sicher auf der anderen Straßenseite absetzen.
Alle Amphibienarten im Landkreis Lüneburg sind besonders geschützt und in ihrer Existenz bedroht. Die
Bestände aller Amphibienarten sind in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Der
Landkreis Lüneburg, die NABU Kreisgruppe Lüneburg sowie örtliche Amphibienzaungruppen suchen
Helferinnen und Helfer, die die Zäune und Auffangeimer täglich morgens und abends überprüfen und bei
Bedarf über die Straße tragen und leeren. Unter anderem in Deutsch-Evern, Embsen und für den
Hasenburger Mühlenteich wird noch Unterstützung gesucht. Interessierte melden sich direkt unter den
unten angegebenen Kontaktdaten. Es ist wünschenswert, dass die Freiwilligen nahe der Einsatzorte
wohnen, damit keine weiten Strecken gefahren werden müssen.
Auch, wer keine Zeit hat, um direkt mitzuhelfen, kann etwas tun: Vorsichtig fahren, besonders dort, wo
Schilder auf die Krötenwanderung hinweisen. „Kröten, Frösche und Molche sind für das natürliche
Gleichgewicht in unserer Region sehr wichtig und brauchen unsere Hilfe“, so Maike Mangelsdorf von der
Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lüneburg, „Wir Menschen sind zwar durch Straßenverkehr
und Klimawandel die größte Bedrohung für sie, aber wir können den Amphibien auch helfen.“

Kontaktdaten der verschiedenen Zaungruppen
Zäune in Embsen, Deutsch Evern, Hasenburg: amphibienschutz@nabu-lueneburg.de
Zaun Betzendorf: metamett@hotmail.de
Zaun Artlenburg-Avendorf: reinhardnack@t-online.de
Zaun Ochtmissen: https://kroetenzaun-ochtmissen.de/

© Fotos: Bild von Simone + Hans-Joachim Müller-le Plat auf Pixabay


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