Lüneburg, am Mittwoch den 22.04.2026

KVN kritisiert Notfallreform als unrealistisch

von Kassenärztliche Vereinigung redaktionell gekürzt am 22.04.2026



Hannover/Lüneburg. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hält den Kabinettsentwurf zur Notfallreform für nicht umsetzbar. Zwar seien Reformen nötig, doch die geplanten Maßnahmen gingen an der Realität vorbei.
Kritik gibt es vor allem an einem geplanten 24-Stunden-Fahrdienst, einer dauerhaften telemedizinischen Beratung über die 116117 sowie an neuen Integrierten Notfallzentren (INZ). Laut KVN fehlen dafür Personal und Zeit.
Zudem fordert die KVN eine verbindliche Patientensteuerung über die 116117. Ohne diese werde sich an überlasteten Notaufnahmen wenig ändern. Auch zusätzliche Aufgaben für Arztpraxen während der Sprechzeiten lehnt die Organisation ab, da dies die Regelversorgung gefährde.
Positiv bewertet die KVN die bessere digitale Vernetzung von 112 und 116117 sowie die geplante Medikamentenabgabe im Bereitschaftsdienst – allerdings mit Nachbesserungsbedarf.
Insgesamt fordert die KVN eine praxisnahe Reform und eine stärkere Finanzierung aus Steuermitteln. Der Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause im Bundestag beraten werden.

© Fotos: KI generiert


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