Lange Leitung
von Feuerwehr am 14.04.2026Wenn das Feuer nicht in der Nähe von Hydranten brennt, muss es ggf. weit transportiert werden. Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden kann das der Fall sein.
Genau für solch einen Fall übt der überörtliche Wasserförderzug der Feuerwehr Ostheide jedes Jahr das Fördern von Wasser über eine lange Wegstrecke. Am 11. April war es wieder soweit: Von einem Bohrbrunnen bei Holzen wurden 2,2 Kilometer Strecke mittels Schläuchen überwunden. Mehrere Verstärkerpumpen wurden auf der Strecke eingebaut, um den Wasserdruck immer wieder auf das nötige Maß zu erhöhen. Ziel war es, dass bis zur nächsten Pumpe noch zwei Bar als Eingangsdruck blieben.
Kai Haasis, Zugführer des Wasserförderzuges, baute bewusst einen „Fehler“ in die Übung ein. Die erste und zweite Pumpe blieben etwa doppelt so weit wie üblich auseinander, ganze 800 Meter, als würde eine Pumpe im System fehlen. Bei einem Druckverlust von etwa einem Bar auf 100 Metern Länge (je nach Fördermenge) ergab allein dieser bewusste Fehler eine Herausforderung. Nicht nur durch die Förderstrecke gibt es Druckverluste, sondern auch durch Höhenmeter. Gerade den Verlust durch Steigungen kann man auf Karten unterschätzen und so muss man sich der Lage anpassen und eben solche Fälle üben.
Die Reihenfolge der Pumpen bzw. der Ortsfeuerwehren ist im Zug festgelegt. Ausnahmsweise startete die Ortsfeuerwehr Barendorf (statt Vastorf), gefolgt von Radenbeck, Süttorf, Holzen und Bavendorf. Das Mannschaftstransportfahrzeug aus Wendhausen dient in diesem Zug als Kommandofahrzeug. Vom Schlauchwagen (SW 2000) aus Reinstorf verlegten die Einsatzkräfte die B-Schläuche vom Bohrbrunnen bis zum Zielort – im Wald bei Süttorf. Am Ende wird das Wasser in einen Faltbehälter abgegeben, um von dort bspw. in pendelnde Tanklöschfahrzeuge abgegeben zu werden.
Gegen Ende der Übung wurde eine weitere Pumpe an die übliche Stelle eingebaut. Hierfür wurde der Wasserfluss kurzzeitig unterbrochen. All dies gelang reibungslos und der Druck konnte schnell neu eingestellt werden.
Das Einstellen der Drücke bis zur konstanten Förderung kann ein wenig dauern und erfordert eine gute Abstimmung untereinander. Das liegt allein schon daran, dass bei dieser langen Wegstrecke knapp 9700 Liter Wasser im System stecken. Bei einer normalen Förderleistung kann das reine Befüllen der Schläuche zwischen 10 und 15 Minuten dauern.
Zugführer Kai Haasis war zufrieden mit der Leistung des Zuges und der Kommunikation unter den Maschinistinnen und Maschinisten.
Bericht. Claas Steinhauer
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