Lüneburg, am Montag den 30.03.2026

Maja Lucht ist neue Stadtbaurätin

von Carlo Eggeling am 12.02.2026


Einstimmig hat der Rat Maja Lucht am Donnerstagabend zur neuen Stadtbaurätin gewählt. Die Diplom-Verwaltungswirtin arbeitet seit drei Jahrzehnten für die Stadt. Die gebürtige Lüneburgerin betonte, dass sie auf Transparenz und Zusammenarbeit auch mit Organisationen außerhalb des Rathauses setze, explizit nannte sie den ALA. Das klingt nach einem Angebot und einer offenen Tür.
Der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt hatte im Vorfeld angeregt, die Politik möge auf jemanden setzen, der ein Studium in Architektur und/oder Stadtplanung vorweisen könne. Das Amt erfordre einfach gesagt auch Visionen. Dieses Studium hat Maja Lucht nicht. Sie sprach das direkt an mit dem Hinweis, sie habe Dutzende Projekte in der Stadt umgesetzt, habe Erfahrungen in Tief- und Hochbau. Sie leitet im Baudezernat den Bereich Gebäudewirtschaft mit gut 100 Beschäftigten.
Das Vorschlagsrecht für die Besetzung liegt bei der Oberbürgermeisterin. Es war seit Monaten aus der Politik und dem Rathaus zu hören, dass Claudia Kalisch Maja Lucht als Dezernentin favorisiere. Warum es dann ein Verfahren mit einer Personalagentur bedurfte mit geschätzten Kosten zwischen 70.000 und 100.000 Euro, wäre eine politische Frage.
Aus dem nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss war zu hören, dass Maja Lucht sich als beste Bewerberin gezeigt habe. Die Arbeit der Lüneburgerin wird parteiübergreifend geschätzt.
Maja Lucht bedankte sich bei ihrer scheidenden Chefin Heike Gundermann, die ihr Amt nach 30 Jahren Ende Mai verlässt. Die habe sie gefördert und gefordert: „Ohne Dich würde ich hier nicht stehen.“ Glückwunsch zur Wahl.
Carlo Eggeling
Das Foto zeigt Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (r.) und Maja Lucht.

© Fotos: ca


Kommentare Kommentare

Kommentar von Guido
am 13.02.2026 um 07:19:48 Uhr
Klingt für mich sehr nach Klüngel. Die oft versprochene Transparenz war auch bei dieser Wahl mal wieder nicht zu erkennen. Während bei der Sozialarbeit gespart wird, weil kein Geld da ist, wird es an anderer Stelle ohne Augenmaß zum Fenster raus geschmissen, wie bei vielen öffentlichen Projekten. Mit 70-100.000 € hätte man so viel Gutes tun können. Das macht einen einfach nur fassungslos. Und das von einer OB deren Partei meine Stimme bekommen hat. Ich schäme mich wirklich dafür. Aber bald sind ja Wahlen…
Kommentar von Fred
am 13.02.2026 um 11:55:46 Uhr
Ist schon sehr merkwürdig und für den Steuerzahlenden teuer. Transparent wäre gewesen, wenn OB und Rat einfach gleich offen gesagt hätten, dass sie keine Alternative sehen, und die hätte es hier offensichtlich unter keinen Umständen geben können, das hätte viel Geld und Lebenszeit von vielen hochqualifizierten Menschen in verantwortlichen Positionen gespart…
Kommentar von Ralf Gros
am 13.02.2026 um 12:09:35 Uhr
Lieber Herr Eggeling,
ich wüsste gern, woher Sie die Zahlen für die Kosten der Personalagentur haben. Tatsächlich sind die Kosten deutlich geringer als die von Ihnen behaupteten Kosten. Aber solche Zahlen sind auch nicht öffentlich zu kommunizieren. Als Journalist, der sich gewissen journalistischen Grundsätzen verpflichtet fühlt, wissen sie sicherlich, dass die journalistische Freiheit nicht von der journalistischen Sorgfaltspflicht entbindet.
Antwort von Lüneburg Aktuell
am 13.02.2026 um 12:03:11 Uhr
Hallo Herr Gros,

Das sind Werte, die von Kennern solcher Verfahren genannt werden. Unter anderem weil sie selber beruflich mit dieser Personalagentur zu tun haben.
Wenn Sie das besser wissen, können Sie als Ratspolitiker für Klarheit sorgen. Ihre Partei stellt die OB. In freue mich auf die entsprechende Anfrage der Grünen und die Bekanntgabe der Zahlen im nächsten Rat. Grüße, ca


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