Masterplan für die IGS-Kreideberg: Stadt wird neuen Schulcampus bauen
von Hansestadt Lüneburg am 21.05.2026HANSESTADT LÜNEBURG. Bildung hat für Lüneburg hohe Priorität. Das hat der Rat mit den jüngsten Beschlüssen zum Bildungspakt und zur Ausweitung des Ganztagsangebots erneut unterstrichen. Am Standort der IGS Kreideberg besteht jedoch besonderer Handlungsbedarf: Das Schulgebäude ist zu klein, funktional überholt und nur eingeschränkt erweiterbar. Die Stadtverwaltung hat im Rahmen eines Masterplans zwei Varianten geprüft und der Politik vorgestellt: Sanierung im Bestand oder Neubau. Der Rat hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für den Neubau eines Schulcampus neben dem bestehenden Schulgebäude ausgesprochen. Geprüft werden soll von der Verwaltung, wie der Neubau gegenüber dem aktuellen Zeitplan beschleunigt werden kann.
„Die IGS Kreideberg ist eines der zentralen Projekte im Bildungspakt der Hansestadt Lüneburg und eine dringende Investition in die Bildungsinfrastruktur der kommenden Jahrzehnte“, sagt Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Hier geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Kinder und Jugendliche bestmöglich lernen und sich entwickeln können.“
Die IGS Kreideberg ist gut nachgefragt. Derzeit besuchen rund 880 Schülerinnen und Schüler die Schule, perspektivisch sind etwa 1.200 zu erwarten. Mit der bereits genehmigten gymnasialen Oberstufe steigt der Raumbedarf zusätzlich.
„Das pädagogische Konzept der Schule ist zukunftsfähig, die Gebäudeinfrastruktur ist es leider nicht“, sagt Maja Lucht, Fachbereichsleiterin Hochbau und designierte Stadtbaurätin.
Der bestehende Bau stammt aus den 1970er Jahren. Seit Jahren arbeitet die Schule mit Provisorien wie Containern und Flächen in der benachbarten Grundschule, die künftig für den Ganztag benötigt werden. Es fehlen Unterrichts- und Fachräume, Flächen für Ganztag und Selbstlernen sowie ausreichend Sanitäranlagen. Hinzu kommen fehlende Barrierefreiheit und eine veraltete Technik.
Die Verwaltung hatte zwei Varianten untersucht: eine Sanierung mit Teilneubauten und einen Neubau eines Schulcampus. Der Neubau auf der heutigen Sportplatzfläche bietet aus Sicht der Verwaltung pädagogisch, wirtschaftlich und organisatorisch die besseren Voraussetzungen. Während der Bauzeit könnte der Unterricht weitgehend im Bestandsgebäude fortgeführt werden. Nach Fertigstellung würde das alte Gebäude zurückgebaut und auf der frei werdenden Fläche ein neuer Sportplatz entstehen.
Der Rat folgte dieser Empfehlung einstimmig. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen zu konkretisieren, ein Raumprogramm zu erarbeiten und Fördermöglichkeiten zu prüfen. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der künftigen Haushaltsberatungen.
Bereits begonnen haben die Bauarbeiten für das neue Oberstufenzentrum an der IGS Kreideberg. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand bis Ende 2028 geplant. Entstehen wird ein zweigeschossiges Schulgebäude in nachhaltiger Holzbauweise zwischen der IGS Kreideberg und der Grundschule Kreideberg. Damit schafft die Hansestadt Lüneburg dringend benötigte Kapazitäten für die wachsende Oberstufe.
Der Masterplan IGS ist Teil des Bildungspaktes, den der Rat am 12. März beschlossen hat. Dieser sieht eine Priorisierung von Schulbauvorhaben vor. Teil des Bildungspaktes sind außerdem Masterpläne für die Grundschule Hermann Löns, die Oberschule Wasserturm, die Herderschule und das Johanneum. Diese wird die Verwaltung jetzt sukzessive erarbeiten und der Politik vorlegen. Bei den genannten Schulen besteht ebenso wie an der IGS Kreideberg ein akuter Handlungsbedarf, so dass diese Vorhaben priorisiert werden.
Grafik: moka-studio
Bildunterschrift: Die Ideenskizze zeigt eine mögliche Gestaltungsvision des Schulstandortes
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