Mehr Geld – aber auch mehr Effizienz
von Winfried Machel am 20.02.2026Der Rundfunkbeitrag soll ab 2027 auf 18,64 Euro steigen – so empfiehlt es die KEF. Für viele Bürgerinnen und Bürger klingt das wie ein Reflex aus einem System, das sich an steigende Einnahmen gewöhnt hat, statt an sinkende Ausgaben.
Gerade in Zeiten, in denen Politik, Kommunen und Privathaushalte jeden Euro zweimal umdrehen müssen, stellt sich eine naheliegende Frage: Muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk wirklich weiterhin ein Geflecht aus Spartensendern, Doppelstrukturen und wachsenden Verwaltungsapparaten unterhalten? Braucht es für jedes Nischenformat einen eigenen Kanal – und für jede Anstalt eine eigene Führungsebene?
Der Programmauftrag steht außer Frage. Aber Glaubwürdigkeit entsteht auch durch Maßhalten im eigenen Haus. Wer von den Beitragszahlern mehr verlangt, sollte zuerst zeigen, dass intern alles auf Effizienz getrimmt ist – von der Technik bis zur Intendanz.
Bevor also der Griff ins Portemonnaie der Allgemeinheit erfolgt, wäre ein sichtbarer Reformwille das richtige Signal. Sparen beginnt nicht nur im Privathaushalt – sondern auch bei denen, die ihn finanzieren.
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