Mit dem Azubi-Ticket zum Ziel
von Industrie- und Handelskammer am 15.02.2026
So kommen Betriebe und Auszubildende in Niedersachsen an das vergünstigte Deutschlandticket – und was es den Betrieb kostet.
Das Azubi-Ticket in Niedersachsen ist da, jetzt sind die Betriebe am Zug: Damit Auszubildende das vergünstigte Deutschlandticket für maximal 31,50 Euro im Monat bekommen, muss der Arbeitgeber das Ticket ermöglichen und einen 25-prozentigen Zuschuss übernehmen. Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) ruft Unternehmen auf, das Angebot zu nutzen. Denn das Azubi-Ticket ermöglicht eine spürbare Entlastung für Azubis und ist somit ein Vorteil im Wettbewerb um den Nachwuchs.
„Für unsere Region ist das Azubi-Ticket ein echter Gewinn – und zwar ganz konkret für die Betriebe und die jungen Menschen“, sagt Sönke Feldhusen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) und Sprecher für Berufliche Bildung der IHK Niedersachsen. „Bessere Mobilität bedeutet bessere Chancen, Ausbildungsplätze zu erreichen. Das stärkt die duale Ausbildung, entlastet die Auszubildenden und unterstützt unsere Unternehmen unmittelbar in der Fachkräftesicherung.“
Das „Deutschlandticket Azubi Niedersachsen“ gibt es in zwei Varianten. Als Selbstzahler-Ticket kostet es unter Berücksichtigung des Landeszuschusses von 20 Prozent 50,40 Euro im Monat, statt des regulären Preises für das Deutschlandticket von 63 Euro pro Monat. Als Jobticket sinkt der Preis für Auszubildende auf maximal 31,50 Euro im Monat, da die Arbeitgeber*innen mindestens 25 Prozent Zuschuss zahlen und zusätzlich der fünfprozentige Jobticket-Rabatt greift. Konkret bedeutet das: Mindestens 15,75 Euro pro Monat und Azubi trägt der Betrieb, der Eigenanteil der Auszubildenden liegt dann bei maximal 31,50 Euro. Je höher der Arbeitgeberzuschuss, desto weiter sinkt der Preis – bis hin zu 0 Euro für die Auszubildenden.
Unternehmen, die mehr als zehn Auszubildende mit dem Azubi-Ticket unterstützen möchten, schließen zunächst einen Vertrag über das Jobticket-Portal www.abo-nitag.de/jobticket mit der Digital H GmbH ab. Wenn bis zu zehn Auszubildende mit dem Azubi-Ticket versorgt werden sollen, reicht eine Registrierung als Kleinstunternehmen. Die Verwaltung der Azubi-Tickets läuft über ein Arbeitgeber-Dashboard, den Zugang erhalten Unternehmen per E-Mail. Die Auszubildenden beantragen ihr Ticket im Self-Service, die Freigabe übernimmt das Unternehmen. Das Ticket wird anschließend digital bereitgestellt – als Weblink oder direkt für die Smartphone-Wallet.
Das Azubi-Ticket richtet sich an Auszubildende sowie Freiwilligendienstleistende mit Wohnsitz oder Ausbildungsstätte in Niedersachsen. Für Betriebe in der Fläche ist das besonders relevant, so Sönke Feldhusen: „Wer Ausbildungsplätze anbietet, die nicht direkt an großen ÖPNV-Achsen liegen, kann mit dem Ticket Hürden senken – beim Start in die Ausbildung, beim Weg zur Berufsschule und im Alltag.“
Vor diesem Hintergrund hatte sich die IHKLW gemeinsam mit den Handwerkskammern und der IHK Niedersachsen über Jahre für ein landesweites Azubi-Ticket eingesetzt. Mit dem Start zum Jahresbeginn 2026 setzt die Landesregierung aus Sicht der regionalen Wirtschaft das wichtige Signal einer Gleichstellung von Auszubildenden und Studierenden, die seit Jahren von vergünstigten Studierenden-Tickets profitieren.
Alle Informationen zum Azubi-Ticket sind auch online unter www.azubiticket-niedersachsen.de zu finden.
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Lüneburg, 15. Februar 2026
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