Lüneburg, am Montag den 02.03.2026

Neues Leben für 10-Jährigen

von Gaedicke / Holding am 02.03.2026


Nach einer monatelangen medizinischen Odyssee kann Ahmad[1] (10) aus Afghanistan endlich wieder lachen. Dank einer Kooperation zwischen dem Klinikum Lüneburg und dem Friedensdorf International konnten dem Jungen mehrere komplexe Operationen an den Nieren ermöglicht werden.
Unter der Leitung von Oberarzt Dr. Maurizio Aragona wurden die notwendigen operativen Schritte in den vergangenen Wochen erfolgreich durchgeführt. „Ich bin mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden“, so der Urologe, „Ahmad hat eine enorme Tapferkeit bewiesen.“ Abseits des OP-Saals zeigte der 10-Jährige seinen Kampfgeist an ganz anderer Stelle: Besonders der Kickertisch in der Kinderklinik hatte es ihm angetan. Zwischen den Behandlungen lieferte sich Ahmad mit anderen Patienten, aber auch Ärzten und Pflegekräften so manches spannende Match, was für viel Herzlichkeit im Klinikalltag sorgte.
Prof. Mario Kramer, Chefarzt der Klinik für Urologie betont: „Für uns war es selbstverständlich, hier unbürokratisch medizinische Hilfe zu leisten. Dank der guten Zusammenarbeit im Team und insbesondere mit der Kinderklinik, die seit Mitte letzten Jahres durch Priv.-Doz. Philipp Deindl geleitet wird, konnten wir die komplexen Eingriffe erfolgreich abschließen. Es ist schön zu sehen, dass Ahmad nun in bester Gesundheit entlassen werden kann und die Chance auf einen normalen Alltag bekommt.“
Ahmad kam über das Friedensdorf International nach Deutschland, da eine ausreichende medizinische Versorgung in seinem Heimatland derzeit nicht möglich ist. „Die Fortführung der humanitären Hilfe in Afghanistan ist von hoher Bedeutung, denn die medizinische Versorgung vor Ort ist weiterhin stark eingeschränkt. Ahmads Familie kann sich eine Behandlung in einer Privatklinik oder im Ausland aus eigenen Mitteln nicht leisten und hat sich daher hilfesuchend – im Rahmen eines Chartereinsatzes - an Friedensdorf International gewandt, so Lea Preß, Koordinatorin des Friedendorfes. Die Organisation finanziert sich ausschließlich aus Spenden sowie Mitgliedsbeiträgen und leistet lebensnotwendige humanitäre Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten.
Ahmad kam bereits Ende 2024 mit weiteren kleinen Patienten nach Deutschland, um die wichtige medizinische Versorgung zu erhalten, die er benötigte. Auch jetzt ist die Reise für ihn noch nicht zu Ende. Er wird nun in die Heimeinrichtung des Friedensdorfs nach Oberhausen verlegt. Dort erwartet ihn die notwendige Rehabilitation und die Gemeinschaft mit anderen Kindern, bevor er gestärkt die Heimreise zu seiner Familie nach Afghanistan antreten kann.

Hinweis: Der Name wurde aus Datenschutzgründen geändert.

Foto: Klinikum (gae)
BU: Ahmad (r.) lieferte sich am Kickertisch in der Kinderklinik des Klinikums so manches spannende Match. Mit ihm freuen sich (v.r.n.l.) Oberärztin Solveig Schild, Oberarzt Dr. Philipp Jung, Diana Kretschmer und Tanja Laurer sowie Oberarzt Dr. Maurizio Aragona und Prof. Mario Kramer.

© Fotos: Gesundheitsholding Lüneburg GmbH


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