Lüneburg, am Dienstag den 05.05.2026

Nitrat im Brunnenwasser: Kaum Fortschritte im Kreis Lüneburg

von Winfried Machel am 05.05.2026



Lüneburg. Die Nitratbelastung in privaten Gartenbrunnen im Landkreis Lüneburg bleibt auf einem hohen Niveau. Das zeigt eine Auswertung des VSR-Gewässerschutzes, der zwischen 2006 und 2025 insgesamt 589 Wasserproben untersucht hat.
Demnach überschritten zuletzt 11,9 Prozent der Brunnen den Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter – ein leichter Anstieg im Vergleich zu den Jahren 2006 bis 2010 mit 10,1 Prozent. Der Anteil stark belasteter Brunnen mit über 100 mg/l liegt weiterhin bei 1,6 Prozent.
Zwar zeigen Maßnahmen in der Landwirtschaft laut VSR Wirkung, ein deutlicher Rückgang der Belastung bleibt aber aus. Besonders betroffen sind Brunnen außerhalb von Wasserschutzgebieten. Dort fehlt häufig eine konsequente Regulierung der Düngung.
Der Verein fordert daher weitere Anstrengungen, um die Nitratbelastung flächendeckend zu senken. Neben möglichen Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier belastet Nitrat auch Gewässer: Über Bäche und Flüsse gelangt es in die Nordsee und fördert dort schädliches Algenwachstum.
Der VSR-Gewässerschutz will die Entwicklung weiter beobachten und kündigt neue Messaktionen im Landkreis an.

© Fotos: VSR-Gewässerschutz e.V.


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