Patrick Pietruck tritt für die CDU an
von Carlo Eggeling am 27.03.2026Was erwartbar war, tritt ein: Patrick Pietruck soll für die CDU als Oberbürgermeisterkandidat antreten. Der Lüneburger Unternehmer wurde am Mittwochabend einstimmig vom Vorstand der Stadt-Union vorgeschlagen. Am Freitag um zehn stellte er sich bei "Felice" an der Rackerstraße vor. Es wurde spekuliert, wer für die Christdemokraten antritt. Einiges lag ziemlich daneben, denn aus verschiedenen Lagern der Partei war schon seit ein paar Tagen zu hören, wen man sich vorstellen kann, um gegen Amtsinhaberin Claudia Kalisch anzutreten.
Pietruck hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder zu Wort gemeldet, vor allem als Vorsitzender der lokalen Mittelstandsvereinigung der Union (MIT). Der 43-Jährige trat früh, abgestimmt mit seiner Partnerin, der Landtagsabgeordneten Anna Bauseneick, für eine Law and Order-Politik mit sozialer Ergänzung ein, um die Situation in der Innenstadt und vor allem am Sand zu beruhigen. Auch die Junge Union liegt häufig auf seinem Kurs, was für eine Verankerung in der Partei spricht.
Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Lüneburg, Heiko Eggers, betont bei der Vorstellung: „Patrick Pietruck bringt unternehmerische Erfahrung, neue Perspektiven und eine echte Verbundenheit mit Lüneburg mit. Er steht für Aufbruch, Klarheit und den Willen, unsere Stadt wieder stärker nach vorne zu bringen.“
Pietruck, 43 Jahre jung, ist einer der Chefs von web-netz, einem jungen erfolgreichen Unternehmen, das im Hanseviertel sitzt. Die Pressemitteilung der Union liest sich so: "Der Diplom-Kaufmann ist seit über zwanzig Jahren eng mit Lüneburg verbunden. 2003 kam er zum Studium an die Leuphana Universität, gründete später die Digitalagentur webnetz und lebt heute in Lüneburg. Als Unternehmer führt er ein Unternehmen mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zugleich ist Pietruck Vater von zwei Kindern und betont, dass ihn auch diese persönliche Perspektive in seiner Entscheidung geprägt habe."
Pietruck sagt: „Ich habe hier studiert, hier mein Unternehmen aufgebaut und weiß, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und Dinge wirklich voranzubringen. Als Vater schaue ich auf diese Stadt aber auch noch einmal anders. Dann geht es ganz konkret um Fragen von Sicherheit, Lebensqualität, Wohnraum und Zukunftschancen.“
Und: „Viele Menschen haben das Gefühl, dass Lüneburg in wichtigen Fragen unter seinen Möglichkeiten bleibt. Es muss wieder mehr passieren in dieser Stadt. Lüneburg braucht mehr Tempo, klarere Entscheidungen und den Mut, Zukunft aktiv anzugehen.“ Inhaltlich setze er auf eine "starke Wirtschaft, eine lebendige Innenstadt und mehr
Sicherheitsempfinden im Alltag". Gleichzeitig will er den Wohnungsbau voranbringen, die Verwaltung modernisieren, Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Lebensqualität aller Lüneburger spürbar steigern.
Und dann kommt der Satz, den man als Kandiadat sagen muss: „Ich will Oberbürgermeister für alle Lüneburger sein. Es geht um Verantwortung und um die besten Lösungen für unsere Stadt. Ich trete nicht an, um dabei zu sein. Ich trete an, um diese Wahl zu gewinnen.“
Während Pietruck um 10 Uhr seinen Anspruch verkündete, legt Heiko Meyer um 11 Uhr auf dem Markt nach. Der Unternehmer und Vorsitzende der Handelsorganisation LCM will eine Überraschung verkünden -- die eigentlich keine mehr sein dürfte. Meyer, der vor fünf Jahren als parteiloser OB-Bewerber antrat, aber mit einem respektablen Ergebnis unterlag, wird seit langem als möglicher Kandidat für Rathaus genannt.
Die anderen Bewerber: Claudia Kalisch für die Grünen, Oliver Wozinok für die SPD, Frank Soldan für die FDP, Thorben Peters für die Linke, Michèl Pauly für Volt. Carlo Eggeling
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