Polizei mittendrin — Kontaktbeamte für Lüneburg
von Carlo Eggeling am 16.04.2026Die Familie staunt über die vielen Polizisten auf dem Markt, die Kleinen wünschen sich ein Foto mit den Schutzleuten. Kein Problem, Selfies mit Mama, Papa und den Kindern mit Karre. Bürgernah wollen sie sein, ansprechbar, das zugewandte Gesicht der Polizei. Die zufällige Szene steht sinnbildlich für dieses Anliegen. Die Lüneburger Behörde stellte gestern ihre Kontaktbeamten auf dem Markt vor, sechs Frauen und Männer, die in den Stadtteilen unterwegs sind, zwei von ihnen betreuen die Innenstadt.
Das Foto-Treffen hat auch damit zu tun, dass neue Gesichter dabei sind, ältere Kollegen haben sich in den Ruhestand oder in andere Verwendungen verabschiedet.
Aus dem Sextett ist zu hören, was auch in den vergangenen Jahren die Meinung der Kollegen war: "Wir sind das Bindeglied zwischen den Menschen und der richtigen Polizei", sagt Vadim Kutz mit einem Lächeln. Er ist zuständig für den Hochhaus-Stadtteil: "Wenn ich auf dem Rad durch Kaltenmoor fahre, sprechen mich die Leute an." Eltern, die etwas wissen wollen, Jugendliche, die einen Schnack haben. Er sei sozusagen nicht dienstlich präsent, Stichwort Strafverfolgung, sondern als Ansprechpartner. Eine andere Atmosphäre, die sich für alle lohnt. Bürger bauen Vertrauen auf, die Polizisten kennen "Land und Leute".
Alle KOBs kommen aus dem Streifendienst, dass heißt sie kennen auch die, die oft als problematisch gelten. Christian Runne betreut den Lüneburger Süden und damit die Unterkunft in Rettmer. Da trifft er bei seinen regelmäßigen Sprechstunden eben auch die, die beispielsweise auf dem Sand auffallen. Weil man sich kenne, sei das Gespräch oftmals einfacher -- und habe positive Folgen. Wichtig ist Runne wie seinen Kollegen, auch die, die am Rand leben, eben nicht nur als Problem, sondern als "Teil der Gesellschaft" zu sehen.
Selbstverständlich werden die Beamten dienstlich. Bei Kontrollen, bei der Schulwegsicherung, bei Aufenthaltsermittlungen. Sie sind, wenn man so will, eben ein Ohr der Polizei an der Basis. Manches Wissen hilft, wenn sie beispielsweise jemanden suchen, der gerne abtauchen möchte.
Weil sie alle in der Region leben, kennen sie, wie gesagt, Land und Leute und werden eher angesprochen. Ihre Kinder gehen hier in die Kita und zur Schule, sie sind im Sportverein aktiv, sie leben in den Stadtteilen. Einig sind sie sich: "Wir werden gern angesprochen und helfen."
Das hat sich nicht geändert, seitdem Lüneburg 1978 den ersten KOB einsetzte, noch heute erinnern sich viele an Axel Bartsch, der ein vertrautes Gesicht in der Innenstadt und respektiert war. Wer weiß, vielleicht war das Familienbild vom Markt auch ein bisschen Nachwuchsarbeit -- die Kindern finden die Polizisten toll. Kann ein Berufswunsch sein. Carlo Eggeling
Zu erreichen sind die Beamten unter der E-Mail kob@pi-lg.polizei.niedersachsen.de und unter 04131 6070.
Polizeihauptkommissarin Carna Illgner
Zuständig für den Bereich: Lüne-Moorfeld, Ebensberg, Goseburg, Zeltberg,
Neu-Hagen, Hanseviertel Telefon: 04131-607-2191
Polizeioberkommissarin Kerstin Sievers
Zuständig für den Bereich: Innenstadt, Altstadt Telefon: 04131-607-2192
Polizeioberkommissarin Lara Hummelsheim
Zuständig für den Bereich: Innenstadt, Altstadt Telefon: 04131-607-2196
Polizeioberkommissarin Tanja Roth
Zuständig für den Bereich: Kreideberg, Ochtmissen, Volgershall Telefon:
04131-607-2193
Polizeihauptkommissar Christian Runne
Zuständig für den Bereich: Oedeme, Südstadt, Häcklingen und Rettmer Telefon:
04131-607-2194
Polizeioberkommissar Vadim Kutz
Zuständig für den Bereich: Kaltenmoor, Hafengebiet, Hagen Telefon:
04131-607-
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