Lüneburg, am Freitag den 13.03.2026

Prinzip Hoffnung — Schilder als Bremsklotz

von Landkreis Lüneburg am 13.03.2026


Mit zusätzlichen Verkehrsschildern gegen eine traurige Unfallbilanz: Der Landkreis Lüneburg hat entlang der Kreisstraße 53 in der Gemeinde Echem weitere Schilder aufstellen lassen, die auf die erhöhte Unfallgefahr dort aufmerksam machen und mahnen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern einzuhalten. Zudem sollen Geschwindigkeitskontrollen dafür sorgen, dass das Tempolimit eingehalten wird. Auf dem etwa 800 Meter langen Straßenabschnitt haben sich innerhalb von drei Jahren insgesamt zwölf Verkehrsunfälle ereignet. Dabei starben zwei Menschen, sechs verletzten sich schwer, neun weitere leicht, zwei Mal blieb es bei Blechschäden. Die Strecke, auf der bereits ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern gilt, taucht deshalb im Bericht der Unfallkommission als sogenannte Unfallhäufungslinie auf.

Geleitet wird die Kommission von der Polizei Lüneburg, die dafür ihre eigenen Unfalldaten auswertet und daraus mit Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Lüneburg, der Niedersächsischen Straßenbaubehörde sowie dem kreiseigenen Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung (SBU) Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit ableitet. Dafür kommt das zwölfköpfige Gremium einmal jährlich zusammen, um die Unfallschwerpunkte auf den Kreis-, Landes- und Bundesstraßen im Landkreis Lüneburg anhand von Polizeiberichten, Fotos, Straßenbildern und Vor-Ort-Terminen zu analysieren. „Unsere Arbeit ist ein wichtiger Baustein, um Unfallschwerpunkte gezielt zu entschärfen. Wir untersuchen, ob dafür eine konkrete Ursache vorliegt, oder es sich um eine zufällige Häufung handelt. Dann entscheiden wir, ob wir die Gefahrenstelle durch verkehrsrechtliche Regelungen wie etwa ein Tempolimit oder bauliche Veränderungen an der Straße entschärfen können“, erklärt Sven Bretthauer, Leiter Verkehrsangelegenheiten und Bußgeldstelle beim Landkreis Lüneburg.

Außer der Unfallhäufungslinie entlang der K 53 identifizierte die Kommission unter anderem den Kreisverkehr in Adendorf im Bereich Kirchweg/Grüner Weg sowie den Landwehrkreisel in Bardowick als Unfallschwerpunkte. In Adendorf wurden bereits im vergangenen Jahr Markierungen erneuert, zudem soll geprüft werden, die Pflasterung des Mittelkreisels zu erhöhen. Der Landwehrkreisel in Bardowick soll im kommenden Jahr grundlegend umgebaut werden.


Diese Presseinformation sowie ein Foto finden Sie im Anhang.

Bildunterschrift: Neon-gelbe Warnschilder weisen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die "Unfallhäufung" auf der Kreisstraße 53 zwischen Scharnebeck und Echem hin. Mitarbeiter des Betriebs für Straßenbau und -unterhaltung stellten die Schilder auf Empfehlung der Unfallkommission auf. (Foto: Landkreis Lüneburg).

© Fotos: Landkreis Lüneburg


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