Lüneburg, am Freitag den 13.02.2026

Rat der Hansestadt beschließt die Einrichtung eines Kontaktcafés in der Schießgrabenstraße

von Hansestadt Lüneburg am 13.02.2026


HANSESTADT LÜNEBURG. – Menschen in besonderen Notlagen bekommen in Lüneburg eine neue Anlaufstelle: Der Rat der Hansestadt hat am Donnerstag, 12. Februar, mit großer Mehrheit beschlossen, in der Schießgrabenstraße ein Kontaktcafé einzurichten. Den Wunsch gab es in der Stadt bereits lange. Mit dem Beschluss hat der Rat jetzt eine rechtliche Grundlage geschaffen. Gleichzeitig hat die Stadtverwaltung den Auftrag bekommen, zu diesem Zweck mit dem Eigentümer der Immobilie einen neuen Mietvertrag zu verhandeln und abzuschließen. Die Hansestadt hatte zuletzt bereits Räume in dem Gebäude in der Schießgrabenstraße angemietet, um unbegleitete geflüchtete Jugendliche unterzubringen.



„Neben ordnungspolitischen Maßnahmen braucht es in der Innenstadt auch präventive sozialpolitische Maßnahmen. Dafür haben wir jetzt eine Lösung gefunden“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Wir wollen insbesondere Menschen in schwierigen Lagen an dieser Stelle passgenaue Hilfe und Beratung anbieten.“ Ein umfassendes Konzept dazu ist in Arbeit.



Das Gebäude verfügt über vier Geschosse vom Keller bis zum Dachgeschoss und eine Nutzfläche von insgesamt 650 Quadratmetern. Das Kontaktcafé soll im Erdgeschoss entstehen, an Werktagen jeweils für einige Stunden geöffnet sein und von pädagogischen Fachkräften betreut werden. Dort soll es ein breites Hilfsangebot geben, um die Menschen vielfältig und wirkungsvoll zu unterstützen.



In den oberen Stockwerken könnten Menschen in besonderen Notlagen vorübergehend ein Zuhause finden – als Übergang zu einer dauerhaften Unterkunft und angelehnt an das „Housing First“-Konzept.



„Die Lage der Anlaufstelle zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof ist aus unserer Sicht gut“, sagt Lüneburgs Sozialdezernentin Gabriele Scholz. Die Hansestadt strebt eine Mietdauer von drei Jahren mit der Option auf eine Verlängerung an. „Das gibt uns die Möglichkeit, bei Bedarf nachzusteuern und für die Zukunft zu planen“, so Scholz. Denn die Verwaltung hat eine Studie zur Lüneburger Szene in Auftrag gegeben. Sobald voraussichtlich im Sommer daraus Ergebnisse vorliegen, sollen diese in die Ausgestaltung des Kontaktcafés einfließen. Außerdem kann die Verwaltung flexibel reagieren, wenn sich mit der Zeit herausstellt, ob und in welchem Maß das neue Angebot angenommen wird.



Sobald der Mietvertrag abgeschlossen ist und die Bauaufsicht die Nutzungsänderung abschließend geprüft hat, sind noch Renovierungsarbeiten zu erledigen. „Es besteht dort aber aktuell kein substanzieller Umbaubedarf. Vorhandene Infrastruktur wie Sanitärbereiche und Vorrüstungen für Wasch- und Trocknungsmöglichkeiten können weiterhin genutzt werden“, erläutert Maja Lucht, Leiterin der Gebäudewirtschaft bei der Hansestadt. Die Stadtverwaltung rechnet derzeit damit, dass das Kontaktcafé im Sommer dieses Jahres den Betrieb aufnehmen kann.



Foto: Hansestadt Lüneburg
BU: In diesem Gebäude an der Lüneburger Schießgrabenstraße soll im Laufe des Jahres ein Kontaktcafé den Betrieb aufnehmen. Das hat der Rat der Hansestadt mehrheitlich beschlossen.

© Fotos: Hansestadt Lüneburg


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