Schienenersatzverkehr im Landkreis Lüneburg:
von KSR Lüneburg am 07.05.2026Schienenersatzverkehr im Landkreis Lüneburg: Schülerinnen und Schüler leiden unter massiven Einschränkungen
Lüneburg, den 07.05.2026
Der Kreisschülerrat Lüneburg äußert deutliche Kritik an der aktuellen Situation rund um den Schienenersatzverkehr durch die Qualitätsoffensive. Seit Beginn der Bauarbeiten kommt es für viele Schülerinnen und Schüler zu erheblichen Verzögerungen auf dem Schulweg.
Durch den Wegfall der Zugverbindungen und den Einsatz von Ersatzbussen verlängern sich die Fahrzeiten teilweise deutlich. Auch wenn grundsätzlich alle Fahrgäste mitgenommen werden, zeigt sich insbesondere in den Morgen- und Nachmittagsstunden, dass die Kapazitäten der eingesetzten Busse nicht ausreichen. Viele Linien sind stark ausgelastet, sodass Fahrgäste dicht gedrängt stehen müssen. Besonders betroffen sind dabei auch die Verbindungen zu den Berufsbildenden Schulen (BBS) in der Region, an denen nicht ausschließlich Schüler*innen aus dem Landkreis Lüneburg unterrichtet werden, sondern auch zahlreiche Schüler*innen aus angrenzenden Regionen täglich einpendeln.
Hinzu kommt die angespannte Situation am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lüneburg. Durch die Bündelung mehrerer Ersatzverkehre kommt es dort regelmäßig zu einem hohen Fahrgastaufkommen, das zu unübersichtlichen und überfüllten Situationen im Bereich der Haltestellen führt.
„Wir verstehen, dass der Schienenersatzverkehr eine notwendige Lösung während der Bau- und Störungsphase ist. Aber die derzeitige Situation ist für viele eine große Belastung. Überfüllte Busse, lange Wartezeiten und ständige Verspätungen machen einen geregelten Schulalltag kaum möglich“, erklärt Jaron Apholz vom Kreisschülerrat Lüneburg. „Es kann nicht sein, dass viele Schüler*innen regelmäßig zu spät zum Unterricht erscheinen, obwohl viele deutlich früher losfahren.“
Neben den organisatorischen Problemen kritisieren die Schülerinnen und Schüler auch die fehlende Abstimmung zwischen Fahrplänen und Schulzeiten. Häufig seien Anschlüsse nicht gewährleistet, durch Verspätungen, oder es gebe zu wenige Busse auf stark frequentierten Strecken.
Der Kreisschülerrat Lüneburg fordert daher eine kurzfristige Verbesserungen im Schienenersatzverkehr. Dazu zählen unter anderem der Einsatz zusätzlicher Busse zu Stoßzeiten, eine bessere Abstimmung der Fahrpläne sowie eine verlässliche Kommunikation gegenüber den Fahrgästen.
„Wir brauchen Lösungen, die sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler pünktlich und zuverlässig zur Schule gelangen können“, so Apholz weiter.
Der Kreisschülerrat Lüneburg appelliert daher an die Deutsche Bahn als verantwortliche Betreiberin des Schienenersatzverkehrs, die aktuelle Situation dringend zu überprüfen und kurzfristig Maßnahmen zur Entlastung der betroffenen Linien und Knotenpunkte – insbesondere am ZOB Lüneburg – zu ergreifen. Ziel müsse es sein, verlässliche und ausreichend kapazitätsstarke Verbindungen sicherzustellen, um den Schul- und Pendelverkehr wieder planbarer zu machen.
Kommentare
Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.
_ubiMaster1.jpg)
_Banner_Winsen_und_Lueneburg_Aktuell_Hausverwaltung__.jpg)
_Mai23.jpg)
_wernieNovember2.jpg)