Lüneburg, am Sonntag den 22.02.2026

Schluss mit Luxus-Mikroapartements – Lüneburg braucht bezahlbaren Wohnraum!

von Die Linke am 30.12.2025


In Lüneburg wird gebaut – doch bezahlbare Wohnungen bleiben Mangelware. Stattdessen entstehen zunehmend sehr kleine und teure Wohnungen, sogenannte Mikroapartements. Die Linke im Rat der Hansestadt Lüneburg kritisiert diese Entwicklung deutlich.

„Lüneburg braucht dringend bezahlbare Wohnungen für Familien, Alleinerziehende, Studierende und Menschen mit wenig Einkommen – nicht noch mehr teure Miniwohnungen“, sagt Ratsfrau Marianne Esders (Die Linke). „Viele dieser Wohnungen sind winzig, möbliert und nur zu überteuerten Preisen zu haben. Das löst die Wohnungsnot nicht, sondern verschärft sie.“

Besonders problematisch ist aus Sicht der Linken, dass solche Projekte häufig in Bereichen ohne Bebauungsplan entstehen. Dort darf gebaut werden, wenn sich ein Neubau in die Umgebung einfügt (§ 34 BauGB). Sozialer Wohnraum ist dabei nicht vorgeschrieben.

Ein aktuelles Beispiel ist das Bauvorhaben im Senkungsgebiet am Schanzenweg. Dort hat der Investor öffentlich erklärt, keine sozial gebundenen Wohnungen schaffen zu wollen. Auch ein Ausgleich an anderer Stelle ist bislang nicht vorgesehen.

„Dass Investoren so bauen dürfen, ohne Verantwortung für die Wohnungsnot zu übernehmen, ist politisch nicht akzeptabel“, so Esders. „Die Stadt hat durchaus Möglichkeiten, freiwillig mit Investoren zu verhandeln – etwa über bezahlbare Wohnungen oder Ausgleichsprojekte. Diese Spielräume müssen genutzt werden.“

Hinzu kommen die berechtigten Sorgen der Anwohner*innen, die sich mit einer Petition gegen das Bauvorhaben im Schanzenweg wenden. Im bekannten Senkungsgebiet befürchten sie Schäden an ihren Häusern. Auch wenn die Baugenehmigung bereits erteilt wurde, ist es erforderlich, dass alle relevanten Gutachten – insbesondere zur Geotechnik und Gebäudestatik – vollständig vorliegen, transparent gemacht und fortlaufend berücksichtigt werden, bevor mit dem Bau begonnen wird.

Mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung will Die Linke klären, wie künftig verhindert werden kann, dass vor allem teure Mikrowohnungen entstehen. „Wohnungsbau allein reicht nicht“, betont Esders abschließend. „Entscheidend ist, für wen gebaut wird. Lüneburg braucht Wohnungen, die sich die Menschen leisten können, die hier leben und arbeiten – nicht überteuerte Wohnungen für Investor-Renditen

© Fotos: Lüneburg Aktuell


Kommentare Kommentare

Kommentar von Joachim Ehret
am 30.12.2025 um 17:42:08 Uhr
Endlich mal eine Person die der Realität ins Auge sieht und nicht nur auf Paragrafen herumreitet wie es die Stadtverwaltung macht.
Kommentar von Stefan Buchholz
am 01.01.2026 um 12:52:45 Uhr
Ich verstehe bis heute nicht wie und warum der Staat sich fast vollständig
aus ddr Verorgung insbesondere der breiten Schichten der Bevölkdrung herauszieht und immer mehr Menschen sich wohnen nicjt mwhr leisten können. Seit der Abschaffung der gemeinnützigen Wohnungsbaus in den 1980 Jahren werden kaum noch öffentliche geförderte Wohnungen gebaut. Selbst in Kaltenmoor kostet eine 1,5 Zimmer Wohnung ca 12,70€ je Qm kalt. Wird vom JC nicht übernommen!


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