Schnucken und Schäfer – vom Aussterben bedroht?
von Winfried Machel am 17.12.2025Stand 9.12.2025 Vortrag von Dr. Heike Brenken, Stiftung Verein Naturschutzpark zum Start in das UN-Jahr der Hirten und Weidelandschaften Mittwoch, 7. Januar um 18.00 Uhr im Museum Lüneburg Was haben die riesige Mongolei und die überschaubare Lüneburger Heide gemeinsam? Auch im 21. Jahrhundert sind es Hirten und ihre Weidetiere, die prägenden Einfluss auf die jeweiligen Landschaften haben. Die Mongolei hat bei den Vereinten Nationen den Antrag gestellt, 2026 zum Themenjahr der Hirten und Weidelandschaften („International Year of Rangelands and Pastoralists“) zu ernennen. Dem wurde stattgegeben, und weltweit sind nun Aktionen zu diesem Themenjahr zu erwarten. Auch im 21. Jahrhundert wird noch mehr als die Hälfte der Landoberfläche der Welt von extensiven Weidelandschaften geprägt und von Hirtenvölkern genutzt. Die Lüneburger Heide, über Jahrtausende von Schafen geprägt, ist heute wohl die bekannteste Weidelandschaft in Deutschland. So gibt es aktuellen Anlass, dass dieses Thema als sechster Vortrag in die alljährliche Vortragsreihe aufgenommen wurde, die gemeinsam vom Naturwissenschaftlichen Verein, dem Ökologie Institut der Leuphana Universität, der Naturschutzakademie in Schneverdingen und dem Museum Lüneburg angeboten wird. Auch in der Lüneburger Heide soll den vertrauten Heidschnucken in diesem Jahr eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt und ihre Leistungen für die Pflege unserer Kulturlandschaft betont werden. Denn nach Jahrzehnten rückläufiger Zahlen müssen Schnucken und ihre Schäfer durchaus als gefährdetes Kulturgut angesehen werden. So geht es in diesem Vortrag um die Frage, wie die Schnuckenhaltung in der Lüneburger Heide heute funktioniert, wie sie in die Naturschutzziele eingebunden wird, und welche Herausforderungen aktuell mit der Erhaltung einer alten Nutztierrasse verbunden sind. In Deutschland hat sich die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)“ in die Bewegung rund um das Jahr der Hirten und Weidelandschaften eingebracht und - thematisch passend - Heidschnucken und Hütehunde zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2026“ ernannt. Die Aktion ist ein wichtiges Instrument, um auf die Bedeutung von sogenannten „tiergenetischen Ressourcen“ aufmerksam zu machen. Alte Haustierrassen wie z.B. die Heidschnucken sind sowohl ein bedeutendes nationales Erbe und Kulturgut als auch ein wichtiger Baustein für die Tierzucht der Zukunft. Eine besondere Bedeutung haben die Grauen Gehörnten Heidschnucken bis heute in den Naturparken Lüneburger Heide und Südheide, wo sechs Herden der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide sowie weitere private Haupterwebsschäfereien eine der wichtigsten Tourismusregionen Deutschlands pflegen. Die Heidschnuckenherden sind hier Anziehungspunkte für zahlreiche Gäste und Grundlage der regionalen Ökonomie! Im kommenden Jahr werden Heidschnucken und Hütehunden auf vielen Veranstaltungen präsent sein. Eingeläutet wird das „Jahr der Hirten und Weidelandschaften“ in Lüneburg durch den Vortrag „Schnucken und Schäfer – vom Aussterben bedroht?“, der am 7.1.2026, 18.00 Uhr im Marcus-Heinemann-Saal des Museums Lüneburg, Eingang Wandrahmstr., stattfinden wird.
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