Lüneburg, am Donnerstag den 08.01.2026

Schülerbeförderung mit „Moin“: Erhebliche Ausfälle, mangelnde 06.01.2026

von Kreisschülerrat Lüneburg am 07.01.2026


Kommunikation und Risiken für Schülerinnen und Schüler

Lüneburg, 06.01.2026 – Der Start der neuen Schülerbeförderung durch die kreiseigene Verkehrsgesellschaft „Moin“ hat
am ersten Wintermorgen gezeigt, dass der Betrieb zwar grundsätzlich aufgenommen wurde, aus Sicht vieler
Schülerinnen und Schüler jedoch mit erheblichen Problemen verbunden war. Neben einzelnen pünktlichen Fahrten
kam es zu zahlreichen Ausfällen, Überlastungen und Verspätungen.

In mehreren Fällen mussten Schülerinnen und Schüler bei Schnee und Eis über längere Zeit an Haltestellen warten.
Besonders kritisch bewertet der Kreisschülerrat Lüneburg dabei die mangelhafte und teils widersprüchliche Kommunikation. Informationen zu Verspätungen oder Ausfällen fehlten häufig ganz oder erwiesen sich als
unzuverlässig. Beispielhaft zeigt sich dies an einzelnen Nachmittagsverbindungen nach der 9. und 10. Stunde, bei denen Busse ausblieben und auch nach längerer Wartezeit nicht erschienen.

Der Kreisschülerrat kritisiert, dass Schülerinnen und Schüler unter diesen Umständen nicht ausreichend geschützt wurden. Gerade bei winterlichen Wetterlagen darf es nicht passieren, dass Kinder und Jugendliche ohne verlässliche
Informationen und ohne funktionierende Alternativen im öffentlichen Raum warten müssen. Dies stellt nicht nur eine
organisatorische, sondern auch eine gesundheitliche Belastung dar.

Dazu erklärt Jaron Apholz, Vorstandsmitglied des Kreisschülerrates Lüneburg und Vertreter im Fahrgastbeirat:„ Wenn frühzeitig erkennbar ist, dass der Schülerverkehr wetterbedingt nicht zuverlässig funktioniert, sollte auch ein
Schulausfall geprüft werden. Die Gesundheit und Sicherheit der Schülerinnen und Schüler im Landkreis Lüneburg muss dabei oberste Priorität haben.“

Die Kreisschülersprecher des Landkreises Lüneburg, Otto Ellerbrock und Marie Sievers, ergänzen:„ Ein neues System muss sich gerade unter schwierigen Bedingungen bewähren. Dass Schülerinnen und Schüler bei Minusgraden ohne
klare Informationen zurückgelassen werden, zeigt, dass hier noch dringender Handlungsbedarf besteht.” meint Otto
Ellerbrock

Marie Sievers betont zudem:„ Besonders jüngere Schülerinnen und Schüler sind auf einen verlässlichen Schulweg angewiesen. Wenn dieser nicht sichergestellt werden kann, müssen Alternativen konsequent genutzt oder der
Präsenzunterricht ausgesetzt werden.“

Gleichzeitig stellt der Kreisschülerrat klar, dass ein neues Verkehrssystem nicht vom ersten Tag an reibungslos funktionieren kann und dass die Verkehrsgesellschaft „Moin“ unter schwierigen Rahmenbedingungen gestartet ist.

Gerade deshalb erwartet der Kreisschülerrat eine klare Verantwortung und aktive Steuerung durch die Kreisverwaltung,
insbesondere bei Kommunikation, Krisenmanagement und der Absicherung des Schülerverkehrs in Ausnahmesituationen.

Positiv hebt der Kreisschülerrat Lüneburg das hvv hop-System hervor. Dieses stellt insbesondere für junge Menschen
eine flexible und zeitgemäße Ergänzung dar.
Gerade in einem Flächenlandkreis wie dem Landkreis Lüneburg, ist dieses System extrem sinnvoll, findet der Kreisschülerrat Lüneburg.

Der Kreisschülerrat Lüneburg fordert eine zeitnahe und transparente Aufarbeitung der aufgetretenen Probleme sowie konkrete Verbesserungen bei Zuverlässigkeit, Kommunikation und Krisenmanagement. Darüber hinaus müsse bei absehbar extremen Wetterlagen ernsthaft geprüft werden, ob Schulausfälle oder andere Schutzmaßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler nicht zu gefährden.

© Fotos: Moin


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