Seit 1979 mit Wärmepumpe – eine persönliche Erfahrung
von Winfried Machel ein Erfahrungsbericht am 19.02.2026Seit 1979 mit Wärmepumpe – eine persönliche Erfahrung zur aktuellen Heizungsdebatte
Von Winfried Machel
Als ich 1979 mein Haus baute, war eine Wärmepumpe kein politisches Thema, sondern eine technische Empfehlung.
Ein Freund aus Lüneburg, damals bei „Pumpen Loewe“, riet mir zu einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Also ließen wir Grundwasser aus rund 30 Metern Tiefe fördern, entzogen ihm Wärme für unsere Fußbodenheizung und führten es wieder zurück.
Ganz ohne Tücken war das nicht: Die Rückführung in denselben Horizont führte gelegentlich zu Versandungen. Dennoch lief die Anlage über Jahrzehnte zuverlässig.
Für das Brauchwasser installierten wir zusätzlich eine zweite Wärmepumpe, die den Heizungsraum Wärme entzog. Aus meiner Sicht die optimale Lösung.
Und wie viele Bauherren damals entschieden wir uns zur Sicherheit noch für eine Ölheizung als Reserve.
Förderprogramme? Fehlanzeige. Die einzige Unterstützung bestand in günstigem Nachtstrom.
Heute wird im Zuge des Gebäudeenergiegesetzes viel über Machbarkeit, Kosten und Technik gestritten. Meine Erfahrung ist schlicht: Diese Technologie funktioniert – und sie tut es seit Jahrzehnten. Was wir Ende der 1970er Jahre mit vergleichsweise einfacher Technik umgesetzt haben, leisten moderne Systeme heute deutlich effizienter und betriebssicherer. Probleme wie unsere damaligen Versandungen lassen sich mit getrennten Förder- und Schluckbrunnen oder alternativen Wärmequellen vermeiden.
Die Wärmepumpe ist kein Experiment von morgen. Sie ist eine bewährte Lösung von gestern – die heute besser ist denn je.
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