Lüneburg, am Dienstag den 14.04.2026

Sparmaßnahmen verschlechtern Versorgung

von KVN am 14.04.2026



KVN kritisiert geplante Einschnitte bei der gesetzlichen Krankenversicherung


Hannover – Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgestellten Sparmaßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen stoßen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) auf deutliche Kritik. Der Vorstand warnt vor negativen Folgen für die ambulante Versorgung.
Kernpunkt der Kritik ist die geplante Streichung der extrabudgetären Vergütung für Terminvermittlungen über Praxen und die Servicenummer 116 117. Laut KVN würden dadurch rund 1,3 Milliarden Euro aus der ambulanten Versorgung entzogen – bei gleichbleibender Leistung. „Das wird nicht funktionieren“, so der Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch.
Auch die Rücknahme von Förderungen und geplante Honorarbegrenzungen könnten laut KVN zu einer Rationierung führen. Steigende Kosten bei gleichzeitig sinkender Vergütung setzten Praxen wirtschaftlich unter Druck und könnten dazu führen, dass Ärztinnen und Ärzte früher aussteigen. Die Folge: längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten.
Kritik gibt es zudem an der geplanten unentgeltlichen Befüllung der elektronischen Patientenakte durch Praxen. Dies gefährde die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
Insgesamt sieht die KVN die Attraktivität der Niederlassung bedroht und fordert statt weiterer Sparmaßnahmen grundlegende Strukturreformen, um die wohnortnahe Versorgung langfristig zu sichern

© Fotos: Pixabay Beispielfoto


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