Lüneburg, am Mittwoch den 28.01.2026

Spaziergang gegen Windräder

von Carlo Eggeling am 28.01.2026



Die Ruhe über dem Tann bei Deutsch Evern empfindet die BI Unser Wald als trügerisch, Anja Scheller und ihre Mitstreiter halten es für möglich, dass irgendwann Bäume fallen, um Windrädern Platz zu schaffen. Deshalb treffen sich die Aktiven immer wieder, um darauf aufmerksam zu machen. Am Samstag, 31. Januar, lädt die Initiative um 11 Uhr zum 100. Waldspaziergang seit März 2024 ein. Los geht bei der Schutzhütte an den Fischteichen. Anja Scheller ist stolz und glücklich, dass die Aktiven bei Wind und Wetter zusammenkommen, um sich für ihr Anliegen einzusetzen.

Angefangen hat alles, als vor zwei Jahren Pläne bekannt wurden, dass die Stadt Lüneburg südlich Deutsch Everns zehn Windkraftanlagen platzieren möchte. Das Areal gehört einer städtischen Stiftung sowie zwei Privatleuten. Lüneburg sah sich mit den Windquirlen auf dem Weg zur Klimaneutralität, zudem wird durch die Anlagen Geld ins Stadtsäckel geweht. Der Rat stimmte dem Ansinnen zu. Umweltverbände und BI liefen Sturm: Es passe nicht, den CO2-Speicher Wald zu vernichten.

Der Landkreis überarbeitete sein Raumordnungsprogramm, das legt -- einfach gesagt -- fest, wo etwas Platz finden kann. Im Mai 2024 fiel die Entscheidung: erst einmal Stecker ziehen für einen Windpark dort. Gleichwohl könnte Deutsch Evern den Stecker wieder in die Dose stecken durch eine sogenannte Gemeindeöffnungsklausel. Das meint, die Kommune kann selber entscheiden, ob sie einen Windpark wachsen lassen möchte.

Da letztlich noch offen ist, in welche Richtung der politische Wind das Vorhaben treibt, bleibt die BI aufmerksam. Anja Scheller sagt: "Wir halten durch und bleiben präsent." Carlo Eggeling

© Fotos: BI


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