SPD-Vorstoß zur Erbschaftsteuer trifft den Mittelstand ins Mark –
von MIT Mittelstands- und Wirtschaftsunion Lüneburg am 14.01.2026MIT Lüneburg Logo
SPD-Vorstoß zur Erbschaftsteuer trifft den Mittelstand ins Mark – Investitionen und Arbeitsplätze in Gefahr
14. Januar 2026
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Lüneburg kritisiert die geplante Reform der Erbschaftsteuer durch die SPD aufs Schärfste. Besonders die vorgesehenen Regelungen zur Besteuerung von Betriebsvermögen in Familienunternehmen könnten dramatische wirtschaftliche Folgen für die Region und darüber hinaus haben. Bereits ab einem vererbten Betriebsvermögen von fünf Millionen Euro soll künftig ein Steuersatz von bis zu 50 Prozent greifen – selbst dann, wenn das Vermögen im Unternehmen gebunden ist.
„Dieser Vorschlag ist eine wirtschaftspolitische Fehlentscheidung mit Ansage“, warnt Patrick Pietruck, Vorsitzender der MIT Lüneburg. „Wenn Nachfolger gezwungen werden, künftig Millionenbeträge in Steuern zu stecken, fehlt dieses Geld für Investitionen in Digitalisierung, Fachkräfte oder neue Maschinen – mit unmittelbaren Folgen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und vor allem Arbeitsplätze.“
Die SPD rechnet mit Milliarden an Mehreinnahmen – verschweigt aber, dass diese Mittel direkt aus der Substanz der Unternehmen gezogen werden. Familienbetriebe, deren Vermögen häufig in langfristigen, nicht liquiden Werten gebunden ist – etwa Produktionshallen, Fahrzeugflotten oder technischen Anlagen – sind besonders betroffen. Anders als bei liquiden Vermögen bedeutet eine solche Besteuerung oft den Zwang zu Kreditaufnahmen, Betriebseinschränkungen oder sogar den Verkauf von Unternehmensteilen.
„Wenn Steuern gezahlt werden müssen, obwohl das Vermögen gar nicht auf dem Konto liegt, entstehen gefährliche Schieflagen. Unternehmen verlieren Handlungsspielräume – und das in einer Zeit, in der jeder Euro für Modernisierung, Energieeffizienz oder Fachkräftesicherung gebraucht wird“, so Pietruck weiter. „Gerade in strukturschwächeren Regionen wie Nordost-Niedersachsen kann so etwas den wirtschaftlichen Todesstoß bedeuten.“
Hinzu kommt: Bereits heute steigen die Zahlen der Unternehmensinsolvenzen rasant. Für 2025 werden über 22.000 Insolvenzen erwartet – der höchste Stand seit mehr als zehn Jahren. Gleichzeitig steht in den kommenden Jahren für über 186.000 Betriebe eine Nachfolge an. Schon jetzt bleibt ein erheblicher Teil davon ungelöst – diese Entwicklung würde sich durch zusätzliche Steuerlasten noch verschärfen.
„Doch das zentrale Problem dieser Reform ist nicht die Nachfolge selbst, sondern die wirtschaftliche Kraft, die dem Unternehmen durch diese Steuer entzogen wird“, betont Pietruck. „Wer in Wachstumschancen, in Produktivität oder Innovation investieren will, muss frei über seine Mittel verfügen können – nicht sie für eine politisch motivierte Umverteilung blockieren.“
Die MIT Lüneburg fordert daher von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur unternehmerischen Freiheit und zur Investitionsfähigkeit des Mittelstands. Dazu gehört, dass Betriebsvermögen bei Unternehmensnachfolgen auch künftig steuerlich geschützt bleibt – insbesondere dann, wenn dieses Vermögen weiter für Beschäftigung, Innovation und Wertschöpfung eingesetzt wird
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