Lüneburg, am Sonntag den 22.02.2026

Stadt ist gefordert

von Carlo Eggeling am 20.12.2025


Die Pressemitteilung der Linken:

Die Ratsfrau der Partei Die Linke, Marianne Esders, fordert die Stadt auf, in Vonovia- und BUWOG-Wohnungen im Stadtteil Kaltenmoor konsequent gegen Schimmel und marode Bausubstanz vorzugehen und bei Bedarf Vermietungssperren zu verhängen. „Schimmel und bauliche Schäden gefährden seit Jahren die Gesundheit der Bewohner*innen. Die Stadt muss hier aktiv werden und das gesundheitsgefährdende Geschäftsmodell großer Mietkonzerne unterbinden“, so Esders.

Ein Gerichtsurteil vom Dezember 2025 bestätigte, dass die Vonovia-Tochter BUWOG eine verschimmelte Wohnung sanieren muss, statt den Mieter*innen zu kündigen. „Das Urteil zeigt: Profite dürfen nicht über Gesundheit und Wohnrecht gestellt werden. Unabhängige Gutachten und städtische Kontrolle sind notwendig“, betont Esders.

Besonders kritisch ist die Lage in einem Hochhaus an der Graf-von-Moltke-Straße 8: Die Schäden eines Brandanschlags vor über einem Jahr sind bis heute nicht saniert, Treppenhaus und Fahrstuhl sind unbrauchbar, Bewohner*innen müssen über eine Außentreppe in ihre Wohnungen. Abplatzende Betonbrocken der verschiedenen Hochhäuser gefährden zudem Passant*innen und spielende Kinder.

Esders fordert eine kommunale Begleitung von Gutachten, die Erfassung aller Schimmelfälle und Bauschäden sowie die Prüfung von Sanktionen. „Auch Vermietungssperren müssen in Betracht gezogen werden, um Leerstand in unbewohnbaren Wohnungen zu forcieren und den Mietkonzernen so das Handwerk zu legen. Wohnen ist ein Grundrecht. Die Stadt muss entschlossen für die Mieter*innen eintreten“, so Esders.

© Fotos: ca /Archiv


Kommentare Kommentare

Kommentar von Stefan Buchholz
am 21.12.2025 um 11:51:14 Uhr
Ich habe beruflich immer mal mit Familien in den Gebäuden zu tun. Das ist ein absolutes Unding, dass die Menschen dort so ausgenutzt werden. Die im Artikel beschriebenen sind in erheblichem Maße gesundheitsgefährdend und/ oder Verletzungsgefährdend. Die Wehrlosigkeit der einzelnen Mieter_innen wird schamlos ausgenutzt. Da ist behördliches Eingreifen schnellstens geboten.


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