Steuer auf Steuer – warum Tanken sich doppelt falsch anfühlt
von Winfried Machel am 19.03.2026Kolumne für Lüneburg Aktuell
Steuer auf Steuer – warum Tanken sich doppelt falsch anfühlt
Wer in Lüneburg tankt, kennt das Gefühl: Über zwei Euro pro Liter – und es tut jedes Mal ein bisschen mehr weh.
Die Zahlen dahinter sind ernüchternd:
Rund 65 Cent Energiesteuer, etwa 15 Cent CO₂-Abgabe und ungefähr 30 Cent Mehrwertsteuer pro Liter. Macht zusammen über 1,10 Euro Steuern – also mehr als die Hälfte des Preises.
Doch das eigentlich Ärgerliche steckt im Detail.
Denn die Mehrwertsteuer wird auf den gesamten Betrag erhoben – inklusive der Energiesteuer und der CO₂-Abgabe.
Anders gesagt: Wir zahlen Steuern auf Steuern.
Das mag technisch korrekt sein. Fair fühlt es sich nicht an.
Gerade in einer Region wie Lüneburg, wo viele Menschen täglich pendeln, ist das Auto kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Umso schwerer wiegt der Eindruck, dass hier doppelt abkassiert wird.
Natürlich braucht der Staat Einnahmen. Aber vielleicht sollte man zumindest ehrlich darüber sprechen, wie sie zustande kommen.
Denn an der Zapfsäule geht es längst nicht mehr nur um Benzin – sondern auch um Vertrauen.
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