Straßenendausbau im Hanseviertel-Ost: Einige Kastanien müssen gefällt werden
von Hansestadt Lüneburg am 16.01.2026Hansestadt Lüneburg. Neun Linden und elf Kastanien stehen in der Ost-West-Tangente der Wismarer Straße im Hanseviertel. Im Rahmen des Straßenendausbaus im Hanseviertel Ost haben die Sparkassen Hanse Immobilien GmbH (SHI) als Projektentwickler und die Hansestadt gemeinsam mit Experten geprüft, in welchem Zustand die Bäume sind und ob und wie diese erhalten werden können. Diese Woche gab es dazu einen Ortstermin mit SHI, Hansestadt, Vertreter:innen des Umweltausschusses, BUND und NABU. Danach steht fest, dass die Linden in dem Straßenabschnitt langfristig erhalten werden können. Dafür sind umfassende Planänderungen bei den Baumaßnahmen erforderlich, unter anderem bei der Gestaltung der Gehwege und der Stellplatzflächen. Diese Pläne werden von der SHI umgesetzt.
Anders ist die Situation bei den Kastanien in diesem Teil der Wismarer Straße. Für die Kastanien scheinen vergleichbare Maßnahmen nicht zielführend, da die Bäume in ihrer Vitalität deutlich eingeschränkt sind und zum Teil starke Schäden aufweisen. Das belegen zwei entsprechende Baumgutachten. „Die Bäume gelten aufgrund von Krankheiten, Trockenstress und mangelnder Zukunftsfähigkeit als nicht mehr dauerhaft standsicher“, sagt Alexander Matz, Fachbereichsleiter für Tiefbau und Grün bei der Hansestadt. Um möglichen Gefahren vorzubeugen und die langfristige Entwicklung des Straßenraums zu sichern, wurde nun entschieden, die Kastanien zu entnehmen. Die Fällungen werden voraussichtlich kommende Woche starten und bis Ende Februar abgeschlossen sein. Anstelle der Kastanien sollen in dem Straßenzug 25 bis 30 neue Bäume gepflanzt werden. „Die Auswahl der Standorte und Arten orientiert sich vorrangig an den Anforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt“, erläutert Matz. Gepflanzt werden klimaresistente Baumarten, die an Bedingungen im urbanen Raum angepasst sind. Die Anpflanzungen werden nach Fertigstellung des Straßenendausbaus in der dafür geeigneten Jahreszeit vorgenommen.
Ein zentrales Ziel der Maßnahme ist die Wiederherstellung des historischen Alleencharakters der Wismarer Straße. Anders als in der Vergangenheit wird jedoch bewusst auf eine größere Vielfalt gesetzt. Durch die Pflanzung unterschiedlicher Baumarten soll die ökologische Stabilität erhöht und das Risiko von Ausfällen durch Krankheiten oder Schädlinge reduziert werden. Hansestadt, Sparkassen Hanse Immobilien GmbH und die beteiligten Umweltverbände waren sich einig, dass der Eingriff zwar einen sichtbaren Verlust bedeutet, zugleich aber eine wichtige Investition in die grüne Infrastruktur des Stadtviertels darstellt. „Die neuen Bäume sollen langfristig zu einem widerstandsfähigen, attraktiven und klimafreundlichen Straßenbild beitragen“, sagt Alexander Matz.
Im Abschnitt Nord-Süd-Tangente der Wismarer Straße können die vorhandenen Kastanien nach aktuellen Sachstand erhalten bleiben.
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